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Chasing Hope – Der andere Blick (2026)

Der Dokumentarfilm begleitet den Fotografen Johannes Müller in die Krisen- und Kriegsregion Nordirak.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 3 / 5
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Johannes Müller reist seit 2011 in Kriegs- und Krisengebiete, um zu fotografieren. Ihn interessieren nicht spektakuläre Aufnahmen vom Kampfgeschehen, sondern die Menschen. Viele seiner Fotos sind Porträts von Kindern, Frauen, Kämpfer*innen, Alten. Mit seinen Bildern dokumentiert er, wie Krieg und Vertreibung das Leben der Menschen verändert und prägt – unter anderem im Irak, in Afghanistan, Mali. Die Einnahmen aus seiner fotografischen Arbeit, die er nebenberuflich ausübt, spendet er an Hilfsprojekte. Im Hauptberuf ist er in Deutschland als Manager bei einem Unternehmen angestellt. Der Dokumentarfilm porträtiert Müller, indem er ihm bei der fotografischen Arbeit in der Konfliktregion Nordirak über die Schulter schaut.

Bildergalerie zum Film "Chasing Hope – Der andere Blick"

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse3 / 5

"Chasing Hope – Der andere Blick“: Kriege und Menschen

In ihrem Dokumentarfilm begleitet die Regisseurin Sandra Kaudelka ("Einzelkämpfer“) einen Fotografen in den Nordirak. Wie arbeitet er in einem Kriegs- und Krisengebiet, was interessiert ihn, wie versteht er seine Verantwortung? Kaudelka hat sich für ihr Porträt "Chasing Hope – Der andere Blick“ keinen Kriegsberichterstatter im eigentlich Sinn ausgesucht, sondern einen Mann, der die Fotografie nicht als Brotjob, sondern aus Neugier und Idealismus betreibt. Johannes Müller will, wie er bei der Eröffnung seiner Fotoausstellung im Film erzählt, zu Respekt und Empathie für Menschen anregen, die gerne vergessen werden, während andere Konflikte in die Nachrichten rücken.

Wo die Peschmerga patrouillieren

Müllers "Fixer“ Kareem, der ihm als Dolmetscher, Vermittler und Organisator zur Seite steht, holt den Fotografen in Erbil im Hotel ab. Müller will Peschmerga – Streitkräfte und bewaffnete Gruppen kurdischer Parteien - auf Patrouillen im Grenzgebiet begleiten. Die Welt soll sehen, dass die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in der Region immer noch Krieg führt. In der Bergregion Makhmur haben sich IS-Kämpfer in Höhlen und verlassenen Dörfern verschanzt. Die Peschmerga patrouillieren auch nachts, obwohl sie keine Nachtsichtgeräte haben. Sie sagen, der IS versuche meistens im Schutz der Dunkelheit, die Stromversorgung in der Region zu zerstören.

Im Flüchtlingslager Khasir Camp spricht Müller mit Frauen, die seit Jahren mit ihren Kindern in Zelten leben. Ihre Männer oder Söhne gehörten zum IS oder dessen Umfeld, in ihren Häusern wohnen jetzt andere. Müller fotografiert Witwen, die keine Hoffnung haben, das Camp jemals zu verlassen, Kinder, die kein anderes Leben kennen. Weitere Besuche gelten zwei Brigaden der Peschmerga, zu denen junge Frauen zählen, die aus dem Iran geflohen sind. Sie demonstrierten dort gegen das Regime und wurden verfolgt. Müller lässt sich persönliche Geschichten erzählen, hält Gesichter, aus denen Entbehrung, aber auch Würde und Freundlichkeit sprechen, mit der Kamera fest.

Schicksale, die berühren

Der Film lässt sein Publikum durchaus spannend an Müllers Erlebnissen teilhaben und führt es nahe an seine Gesprächspartner und -partnerinnen heran. Diese leben zum Teil in ständiger Gefahr, angegriffen und getötet zu werden. Wiederholt müssen Müller und das Filmteam ihren Besuch vorzeitig beenden, weil die Situation brenzlig wird. Nach den Begegnungen besprechen und reflektieren der Fotograf und Kareem gemeinsam, was sie erfahren haben. Sie sind berührt von den Erzählungen der Menschen, von ihrem schweren Schicksal und ihrer Widerstandskraft. Müller findet, dass Glück und Pech sehr unterschiedlich verteilt sind auf der Weltkarte. Und er ist der Ansicht, dass die globale Gemeinschaft einen Ausgleich dafür schaffen müsse.

Fazit: Der Dokumentarfilm von Sandra Kaudelka widmet sich dem engagierten Konfliktfotografen Johannes Müller und begleitet ihn in die Kriegs- und Krisenregion Nordirak. Dort trifft er auf Peschmerga-Patrouillen, eine Kampfbrigade mit jungen Frauen, die aus dem Iran fliehen mussten und besucht ein Flüchtlingslager. Müller porträtiert die Menschen mit Respekt und Empathie, die persönlichen Begegnungen bieten spannende Einblicke in ihre Lebensrealität.




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Zum Video: Chasing Hope   Der andere Blick

Besetzung & Crew von "Chasing Hope – Der andere Blick"

Land: Deutschland
Jahr: 2026
Genre: Dokumentation
Länge: 92 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 12.11.2026
Regie: Sandra Kaudelka
Verleih: W-Film

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