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Strange Harvest (2026)

True-Crime-Mockumentary von Stuart Ortiz über einen seltsamen Serienkiller.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse ??? / 5

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Die Kriminalbeamten Joe Kirby (Peter Zizzo) und Lexi Taylor (Terri Apple) haben ein Problem. Als im Juli 2010 eine dreiköpfige Familie aus dem kalifornischen San Bernardino, in der Nähe der Millionenmetropole Los Angeles, bestialisch ermordet in ihrem Esszimmer aufgefunden wird, schwant ihnen Böses. Sie haben es nicht nur mit einem skurrilen Einzelfall, sondern mit einem Serienmörder zu tun, der bereits seit Jahrzehnten aktiv ist.

Der Killer nennt sich selbst Mr. Shiny (Jessee J. Clarkson) und folgt einem größeren, kosmischen Plan, der Bereiche des Okkulten berührt. Vor den Kameras eines Fernsehteams geben Kirby und Taylor Jahre später Auskunft darüber, wie Mr. Shiny sie an der Nase herumgeführt hat, bevor sie ihn letzten Endes doch noch dingfest machen konnten.

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"Strange Harvest": Mörderisch gute Mockumentary

Unter einer Mockumentary versteht man einen erfundenen Dokumentarfilm. Das Kofferwort setzt sich aus dem englischen "to mock" für "vortäuschen" bzw. "verspotten" und "documentary" für "Dokumentarfilm" zusammen. Und wie der Name bereits vermuten lässt, machen sich diese fiktionalen Dokus in der Regel über die Regeln und Konventionen der Dokumentarfilmgattung lustig.

In Zeiten des True-Crime-Booms im Fernsehen und in Podcasts war es also nur eine Frage der Zeit, bis auch diese Spielart des dokumentarischen Erzählens auf die Schippe genommen wird. Eines der gelungensten Beispiele ist die Netflix-Serie "American Vandal" (2017–2018), die bekannte True-Crime-Formate genüsslich durch den Kakao zog und den Durchbruch für den Hauptdarsteller Jimmy Tatro ("Home Economics", "The Hawk") bedeutete. Kongenial an der Parodie war bereits die Wahl des untersuchten Verbrechens, weil es nicht etwa um einen Mord, sondern um ein obszönes Graffiti ging, das an einer amerikanischen Highschool auf das Auto eines Lehrers gesprüht wurde, die investigativen Schüler die Tat aber so ernst wie ein Kapitalverbrechen nahmen.

Ausbalancierter Publikumsliebling

Auch der Regisseur und Drehbuchautor Stuart Ortiz kennt sich mit der Vorspiegelung falscher Tatsachen aus. Seinen Debütfilm "Grave Encounters" (2011) realisierte er gemeinsam mit seinem Kollegen Colin Minihan als Regieduo "The Vicious Brothers". Dabei handelt es sich um einen Found-Footage-Horrorfilm. Im Stil von "Blair Witch Project" (1999) gehen ein Fernsehmoderator und seine Crew in einem alten Irrenhaus auf Geisterjagd. (Der sieben Jahre später entstandene deutsche Streifen "Heilstätten" lässt grüßen). In seinem neuen Film treibt Ortiz das Spiel mit der angeblichen Wahrheit jetzt jedoch auf die Spitze.

Denn das Schöne an "Strange Harvest" ist, dass er sowohl als Mockumentary als auch als Horrorfilm funktioniert. Von Peter Zizzo und Terri Apple als angeblich ermittelnde Kriminalkommissare Joe Kirby und Lexi Taylor überzeugend gespielt und mit viel Liebe bis ins kleinste Detail hergestellt, parodiert der Film das Genre stark genug, dass sich das Publikum während der Rezeption darüber amüsieren kann, aber nie so stark, dass es lächerlich wird. Tolle Effekte, eine dichte Atmosphäre und echte Schockmomente erzeugen ausreichend Grusel und machen "Strange Harvest" zu einer gelungenen Mischung zwischen Horror und Komödie, bei der einem das Lachen mitunter im Hals stecken bleibt.

Bei den Zuschauern kommt das bislang besonders gut an. So belegte "Strange Harvest" beim HARD:LINE Film Festival in Regensburg, wo der Film seine Deutschlandpremiere feierte, beim Publikumspreis Rang zwei.

Fazit: Eine True-Crime-Mockumentary, die sowohl als Komödie wie als Horrorfilm funktioniert, das muss man erst einmal hinbekommen. Dem Regisseur und Drehbuchautor Stuart Ortiz ist es gelungen. "Strange Harvest" ist detailverliebt, mal lustig, oft ausgesprochen gruselig und durch seinen kosmisch-okkulten Überbau vor allem ziemlich "strange". Eine Empfehlung für alle Fans der abseitigen Unterhaltung!




Besetzung & Crew von "Strange Harvest"

Land: USA
Jahr: 2026
Genre: Mockumentary
Länge: 94 Minuten
Kinostart: 05.11.2026
Regie: Stuart Ortiz
Darsteller: Peter Zizzo, Terri Apple, Andrew Lauer, Matthew Peschio, Allen Marsh
Kamera: Seth Fuller
Verleih: Drop-Out Cinema eG



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