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Kritik: American Buffalo (1996)


Zunächst einmal ist herzerwärmend, daß ein Schauspieler vom Range eines Dustin Hoffmanns seine über 29 Jahre akkumulierte Berühmtheit und Reputation für ein solches "low-low-budget"-Projekt ($3.5 Mio.) verwendet. Traurig dagegen, daß dabei ein mehr als mäßiges Resultat dabei herausgekommen ist. Der Dramatiker David Mamet adaptiert hier sein Bühnenstück. Der verbitterte Teach (Dustin Hoffmann), der Pfandleihhausbesitzer Don (Dennis Franz) und der junge farbige Bobby (Sean Nelson) sind die Protagonisten und alles spielt in den beengenden Räumlichkeiten von Don's Laden. Theoretisch geht es um den angeblichen Diebstahl einer wertvollen Münze - zumindest empfindet es Don so - und um den Plan, den Don und Teach daraufhin aushecken, um sich bei dem Münzsammler zu rächen. In Wirklichkeit geht es um nichts geringeres als Freundschaft, Verrat und Verzweiflung. Leider wird durch Mamet's Vorlage aber nur ein stilisierter Naturalismus kreiert, in dem Personen viel sprechen aber nichts sagen. Dazu kommt, daß Regisseur Michael Corrente alle Aufnahmen (bis auf die Anfangsszene) an diesem staubigen kleinen Ort drehen ließ. Dabei richtete er seine Konzentration auf das Spiel von Hoffman und Franz - jede Art von "Bewegung" ging unweigerlich verloren. Selbst eine so brillante Figur wie Hoffmann kann den Film nicht aus seiner Lethargie befreien.




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