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Kritik: Rumble in the Bronx (1995)


Jackie, das Stehaufmännchen
Action aus dem Fernen Osten muß nicht nur aus Kung Fu bestehen. In Hongkong und China ist Jackie Chan schon seit vielen Jahren eine Ikone, ein Held, gegen den sämtliche Stallones, Schwarzeneggers und Van Dammes ziemlich plump und alt aussehen. Denn Chan ist mehr als nur ein Stehaufmännchen nach atemberaubenden Actionszenen, der gelernte Stuntman ist zugleich auch ein hervorragender Komödiant. Zur Abwechslung turnt er jetzt durch die Schluchten der Bronx. Eigentlich wollte er ja nur zur Hochzeitsfeier von Onkel Bill. Doch dann gerät Hongkong-Polizist Keung (Jackie Chan) unversehens zwischen die Fronten einer stänkernden Motorradbande, die im ehemaligen Lebensmittelladen des Onkels mehr als nur Regale durch die Luft fliegen lassen. Doch nicht genug des bösen Treibens: ein Diamantendeal mit nicht zum Spaßen aufgelegten Mafiosi sorgt für Aufregung innerhalb der Gang. Als Ausgleich für diese geballte Ladung Schrecken, Haß und Gewalt kommt jedoch auch die menschliche Seite in der Hölle der Bronx nicht zu kurz: Rockerbraut Nancy (Francoise Yip) findet den "Feind" ganz nett, zumal der sich rührend um ihren an den Rollstuhl gefesselten kleinen Bruder kümmert.
Allzuviel Tiefgang freilich darf man bei diesem Martial-Art-Movie nicht erwarten. Doch darum geht es bei Jackie Chan ja auch gar nicht. Wo der inzwischen 40jährige vor der Kamera steht, ist in allererster Linie Action angesagt. Und die stellt jene Stunts seiner berühmten Hollywoodkollegen in den Schatten. Daß waghalsige Sprünge oder wilde Verfolgungsjagden nicht immer auf Anhieb klappen, unterscheidet auch einen Jackie Chan nicht von anderen Stuntmen. Doch dem akrobatischen Asiaten ist jede Aufgabe recht: in "Rumble in the Bronx" springt er über neun Meter auf einen dreizehn Meter niedriger gelegenen Balkon, läßt sich mit Baseballkeulen Flaschen um die Ohren schlägern oder fährt hinter einem Hovercraft nur auf den Füßen Wasserski. In der Regel läßt sich Chan bei solchen Szenen gleich von mehreren Kameras filmen, so daß im Film später die besten Einstellungen gezeigt werden können. Als kleines Schmankerl gibt's zum Abspann dann auch noch eine kleine Auswahl mißglückter Stunts. Gerade sie zeigen, wie Jackie Chan wirklich ist: ein harter Bursche, der die Zähne zusammenbeißt, der trotz dieser Strapazen immer ein Lächeln übrig hat.

Bewertung: 4 / 5 Punkte




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