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Kritik: Striptease (1996)


Der Busen von Demi Moore ist straff und mag entblößt seine 12,5 Millionen-Dollar-Gage wert sein, aber mit Erotik hat das Aerobic-Geturne und -Getue der Bodygebildeten nichts zu tun. Auch ihre Kolleginnen, die sich in diesem ,,Beaver Feaver" Striptease-Klub irgendwo in Florida ständig ihrer Oberteile entledigen, werden bei keinem Zuschauer irgendwelche sexuellen Gelüste aufkommen lassen. So ist es durchaus konsequent, daß Andrew Bergmans Film bei uns mit einem ,,Freigegeben ab 12 Jahre" versehen worden ist. Moore spielt darin eine Mutter, die das Sorgerecht für ihre
Tochter an den abgerissenen und ziemlich blöden Vater verloren hat, nun der Kohle wegen leicht angewidert in einem Striplokal arbeitet, dann in einen Mordfall verstrickt und von einem total irren Politiker bedrängt wird, bis sich alles dank eines herzensguten Polizisten in Wohlgefallen auflöst. Doch statt diese comic-hafte Romanvorlage von Carl Hiaasen als Komödie wirklich Ernst zunehmen, alle Figuren bis auf Demi Moores Erin Grant sind auch im Film extrem überzeichnet, präsentiert der Regisseur nur eine schlecht inszenierte Mischung aus Satire, Thriller und Sozialdrama. Während die anderen Akteure, allen voran Ving Rhames als schwarzer Leibwächter Shad und Burt Reynolds als schmieriger Kongreßabgeordneter, wenigstens zuweilen ein paar amüsante und im Finale sogar absurd komische Auftritte haben, bemüht sich Demi Moore stets so verkrampft um Seriosität und Bedeutung, daß ihr Spiel für den Zuschauer zu einem wahren Augengraus wird. An dem eigentlich nur die hohe Einschlafqualität bemerkenswert ist.




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