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Kritik: Verführerischer Mond (1996)


Der 1952 in Peking geborene Chen Kaige gestaltete eindringliche Filme wie "König der Kinder", "Die Weissagung" und "Lebewohl, meine Konkubine". Nun scheint das Thema allgemeiner geworden, das Drama klischeehafter zu sein. Das Melodram läuft gekonnt aufwendig in Kostümen, Kulissen und Kamerafahrten ab. Nach früheren Kunstwerken drängt sich jetzt mehr Handwerk ins Bild. Die pulsierende Metropole Shanghai beschleunigt Bilder und Leben. Dem farbenfrohen Spektakel steht der ruhige Pang-Hof mit seiner einfachen Schönheit gegenüber. Kaige vergleicht das China von 1920 mit dem China von heute. Die rasende Stadt Shanghai kann dabei ebensogut für das heutige Hongkong stehen. Die Komplexität chinesischer Verhältnisse spiegelt sich in den Produktionsbedingungen: Wie schon bei "Lebewohl, meine Konkubine" finanzierte die taiwanesische "Tomson Films" das Projekt, unabhängig von den festländischen Zensurmaßnahmen.




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