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Kritik: Turbulence (1996)


Über den Wolken muß die Freiheit wohl grenzenlos sein. Das denken sich auch der rohe Bankräuber Stubbs und ein schmieriger Serienkiller namens Ryan Weaver, die per Flugzeug in ihr zukünftiges vergittertes Zuhause transportiert werden sollen. Doch die beiden machen auf etwas unkonventionelle Art vom Freiheitsrecht Gebrauch und bringen die gesamte Besatzung in ihre Gewalt, natürlich nicht ohne daß ein paar Leichen ihren Luftweg pflastern und hübsche Stewardessen mit windigen Bemerkungen überzogen werden.
So banal beginnt der neueste amerikanische Beitrag zum Thema "Flugzeugentführung", und noch banaler, fast peinlich, wird er enden. Denn atmosphärische Turbulenzen - ein Sturmtief - werden für weitere Komplikationen in der vertrackten Kaper-Aktion sorgen. Und je mehr ein verhängnisvoller Absturz der pilotlosen Boing 747 droht, desto endgültiger ist die Story schon an ihren Handlungshügeln zerschellt, die Einzelteile sind weit verstreut und werden nie mehr wieder zu einem großen, ganzen Flugfähigen zusammengefügt werden können.
Ursachenforschung für den Absturz: Der finale Überlebenskampf zwischen der Flugbegleiterin Teri Halloran und dem psychopathischen Massenmörder mit Allüren à la Hannibal Lecter ist so unglaubwürdig, so lachhaft, daß man sich wirklich fragt, ob die Figuren blind aus den verschiedensten Klischeeschubladen zusammengewürfelt wurden. Die Flugzeugrettungsaktion mit einer überraschend technisch versierten Stewardeß im Cockpit versetzt mit einer Brise Zauberei und Magie die wahrhaft unglaublichsten dramaturgischen Berge. Oder wie erklärt man sich sonst das Funktionieren eines Autopiloten, der schon fünfzehn Minuten vorher mit einer Axt unwiderruflich seiner Funktion beraubt wurde. Oder wer hat seine Finger im Spiel, wenn sich eine unfreiwillig aufgespießte Autokarosse an den ausgefahrenen Landerädern ohne die geringsten Spuren durch den gezielten Schuß eines Air-Force-Bombers entfernen läßt und der Flieger eine Bilderbuchlandung hinlegt? Ja, richtig gelesen, denn "Turbulence" hätte man auch "Turbulenzen im Wunderland" taufen können.
Und über die Schauspieler noch ein Wort zu verlieren, ist auch fast überflüssig. Mag sein, daß das schlicht dumme Drehbuch auch einem durchaus anerkannten Akteur wie Ray Liotta (u.a. in "Goodfellas" von Martin Scorsese) einfach nicht den Raum zu einem wenigstens erträglichen Auftritt ließ. Doch sein krankhaftes, anwiderndes Züngeln wirkt so aufgesetzt, daß man einer Windstille auch orkanartig Zerstörungskraft zumuten könnte Über den Wolken muß die Freiheit wohl grenzenlos sein. Das denken sich auch der rohe Bankräuber Stubbs und ein schmieriger Serienkiller namens Ryan Weaver , die per Flugzeug in ihr zukünftiges vergittertes Zuhause transportiert werden sollen. Doch die beiden machen auf etwas unkonventionelle Art vom Freiheitsrecht Gebrauch und bringen die gesamte Besatzung in ihre Gewalt, natürlich nicht ohne daß ein paar Leichen ihren Luftweg pflastern und hübsche Stewardessen mit windigen Bemerkungen überzogen werden.





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