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Auf Messers Schneide - Rivalen am Abgrund
Auf Messers Schneide - Rivalen am Abgrund
© 20th Century Fox

Kritik: Auf Messers Schneide - Rivalen am Abgrund (1997)


Abenteuerspielplatz Alaska

Auf Abenteuerurlaub und Überlebenstraining waren der alternde Milliardär Charles Morse (Anthony Hopkins) und Modephotograph Robert Green (Alec Baldwin) eigentlich gar nicht vorbereitet. Doch der Absturz einer kleinen Flugmaschine in der Wildnis Alaskas verbindet unverhofft das Schicksal der beiden Kontrahenten um die Gunst des schönen Modells Mickey (Elle MacPherson). Zusammen mit einem weiteren Abgestürzten (Harold Perrineau) haben sie sich nun durch eine Umwelt zu schlagen, deren Schönheit aus der Distanz so fasziniert, aber unzählige Gefahren in sich birgt. Endlich kann man sich beweisen und zeigen, was ein richtiger Mann ist. Und mannhafte Herausforderungen hält die Extremsituation beileibe bereit. Alles fängt mit kleinen Orientierungsschwierigkeiten an und endet in lebensbedrohlichen Bewährungsproben inmitten von Regenschauern, Kälte und den Angriffen eines ungebändigten Kodiakbären.
Auf Messers Schneide wandern unsere Rivalen am Abgrund und eine Geschichte, die so konstruiert, vorhersehbar und an den Haaren herbeigezogen wirkt, daß man sich wirklich fragt, ob ihre Figuren tatsächlich in der freien Wildnis und nicht auf einem interaktiven Abenteuerspielplatz ausgesetzt wurden. Filmminute für Filmminute kriechen unsere Helden durch Dickicht, hinter jedem Felsvorsprung wartet eine neue Station, an der sie ihren Spieltrieb befriedigen können - Hangelpartien und Balanceakte auf Baumstämmen über einem Wasserfall, Schnitzübungen an Holzmaterial zum Erlegen von wildem Getier. Nichts wird ausgelassen, keine Gefahrenquelle ausgespart. "Auf Messers Schneide" ist einer jener Filme, die ihr Material und ihre Mitwirkenden nicht wert sind. Denn grandiose Landschaftsaufnahmen und wilde Bärenbekanntschaften lasse man sich lieber in der ersten Reihe durch "Welt der Wunder" dokumentieren. Die blonde Elle MacPherson bewundere man wie einst auf dem Laufsteg und das markante Gesicht eines Anthony Hopkins besser in einem Film, der ihm auch nur ansatzweise das Wasser reichen kann. Die Rivalen am Abgrund mögen sich auf Messers Schneide noch bewähren, doch der Film ist ausgerutscht, hat sich auf fatale Weise geschnitten.




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