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Kritik: Hotel De Love (1996)


Nicht nur, daß es drei Jahre gedauert hat, bis der Film seinen Weg in die deutschen Kinos fand, auch in Sachen Witz und Originalität hinkt er weit hinterher.
In den achtziger Jahren hätte man über die bisweilen unangenehm flachen Witze vielleicht noch geschmunzelt. Und vor 10 Jahren wäre die peinliche Liebesszene beinahe noch witzig gewesen. Doch damals wie heute kann man über die flachen Charaktere nicht hinweg sehen.
Simon Bossel als der romantische Stephen agiert durchweg albern und überzogen, aber wenigstens bleibt er so in Erinnerung. Der zynische Hotelmanager Rick (Aden Young), der seine Gefühle nicht preisgeben kann, ist alles andere als mitreissend oder interessant, was man von einer Hauptfigur ja wohl erwarten darf.
Das Drehbuch gibt den Schauspielern allerdings auch wenig Möglichkeit, sich zu profilieren. Zu abgegrabscht die Ideen, zu konservativ die Geschichte – selbst im ZDF laufen anspruchsvollere Sonntagnachmittagsfilme. Wenn man den unbedingten Wunsch nach einer Liebeskomödie verspürt, sollte man in diesem Fall eher nach einer banalen Hollywoodproduktion greifen.
Einzig die Hauptdarstellerin Melissa fällt auf. Sie erinnert in vielem an Ornella Muti. Und wann hatte die ihre große Zeit? Eben.




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