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Kritik: Die unsichtbare Falle (1997)


Es ist doch wirklich verflixt und zugenäht. Nicht einmal auf die Japaner kann man sich verlassen in David Mamets neuem Film "Die unsichtbare Falle". Dabei hat zunächst alles so schön gepaßt. Touristen aus dem fernen Tokio heiraten auf karibischen Trauminseln, lächeln und knipsen wie wild in der Gegend rum. Dreht man ihnen aber auch nur für zwei Sekunden den Rücken zu, klauen sie einem gleich alle Industriegeheimnisse aus der Hosentasche, die man so mit sich herumträgt.

Kaum hat man es sich mitsamt seinen Vorurteilen im Kinosessel bequem gemacht, dreht Mamet den Spieß um. Auf einmal ist der lebensrettende U.S. Marshall ein Japaner. Sein Glaube an angeblich amerikanische Werte wie Recht und Gerechtigkeit unerschütterlich. David Mamet mag solche Spielchen. Skepsis ist der einzige Wert, auf den man sich bei ihm verlassen sollte. "Die unsichtbare Falle" ist ein paranoides Spiel um Vertrauen und Zweifel an dem Rest der Welt, eine Hommage an einen Meister des Genres: Alfred Hitchcock. Nicht nur wegen des Karussells im Central Park, das schon in Hitchcocks Klassiker "Stranger on a Train" von 1951 eine wichtige Rolle spielte. Auch Old Hitchs Lieblingsthema - ein Unschuldiger gerät ins Fadenkreuz der Polizei und Justiz - nimmt Mamet stilverliebt auf.

So wird in "Die unsichtbare Falle" gelogen und geheuchelt, daß sich die Balken biegen. Die Frage ist nur: Wer lügt wann und warum? Und wer hat am Ende die Formel?




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