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Kritik: Sorted (2000)


Umstandslos beginnt der Rave. Farben flackern, Formen tanzen. Man wird eingelullt und es macht Spaß. Keine unnötigen Erklärungen, kein Charakter, der langwierig eingeführt wird. Die Bilder vermitteln präzise und kunstvoll das Londoner Clublife. Die Personen scheinen authentisch, locker, freundlich.

Als sich die Handlung kristallisiert, ist es eigentlich schon zu spät. Die reizvolle Fügung aus animierenden Danceryhthmen und Krimi führt zum obligatorischen Drogenhandel, über dem ein maliziös Shakespeare zitierender Crimelord thront. Debütant und DJ Alex Jovy erweist der ravenden Gesellschaft eher einen Bärendienst, indem er die alleinige Schuld für das Drogenproblem der Karikatur eines Bösewichts unterjubelt.

"Sorted" kann seinen banalen, schablonenhaften Inhalt lange Zeit verbergen. Das ist sein größter Bonus. Doch die Enttäuschung über die spannungslose Wende verdirbt alle Partylaune. Da verlieren die Figuren ihr Eigenleben und erfüllen nur noch Funktionen eines ebenso mageren wie überraschungslosen Plots. Letztlich dreht sich alles um den Inhalt einer CD-ROM. Entgegen dieser traurigen Metapher gestaltet sich die formale Umsetzung des hippen Indie-Streifens ungleich aufregender.





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