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Kritik: Be.angeled (2001)


Die Loveparade, das schillernde, alljährliche Woodstock-Mekka der heutigen Jugend, bei sich dem alle Individuen in einer gleichförmigen Masse auflösen - das schien Roman Kuhn reizvoller Hintergrund für einen Episodenfilm vor, während und nach dem Massenauflauf zu sein. Mehr als MTV-bunte Dekoration bildet das Berliner Event jedoch nicht.

Kuhn gibt in ausschließlich auf digitaler Handkamera sehr dogmatisch gehaltenem Geschichten den Begriffen Prätention und Untalent eine neue Dimension. Einerseits bestehen die Storys entweder aus banalen Klischees oder aus dem Suff geborenen Geistesblitzen, andererseits wollen sie intelligent und humorvoll, poetisch und anrührend sein, und möglichst alles auf einmal. Da hat sich ein Möchtergern-Altman aber hoffnungslos übernommen.

Faszinierend allein, wie gescheitert "Be.angeled" doch in allen Belangen ist. Da wird konstruiert, bis die Schwarte knackt, lahme Dialoge bersten auf einmal vor Wichtigkeit, das ganze pralle Leben soll sich in dem weder handwerklich noch inhaltlich Minimalansprüchen genügenden Reigen widerspiegeln. Einer der unwichtigsten deutschen Filme der letzten Jahre - auch eine Leistung.





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