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Kritik: Ist das Leben nicht wunderbar? (2001)


Es ist zwar so, dass die Dokumentation "Ist das Leben nicht wunderbar?" einem klassischen Aufbau folgt, in dem zunächst die Hauptperson (Alexander Ivanchev) in einer besonderen Situation gezeigt wird, dann mehrere Menschen, zu denen er selbst auch gehört, etwas über die Lebensumstände und den Lebensweg erzählen und dann ein für die Hauptperson wichtiges Ereignis als dramatischer Höhepunkt folgt, aber dennoch versäumt es der Film Zusammenhänge aufzuzeigen. Statt dessen ergibt sich eine Geschichte um eine arme bulgarische Familie, deren einer Sohn kleine Erfolge als Friseur vorweisen kann und damit für das notwendige Einkommen sorgt.

Darüber hinaus liefert der Film nur wenig. Das Wesen des internationalen Friseur-Wettbewerbs, an dem Alexander Ivanchev teilnimmt, scheint Regisseur Swetoslaw Dragonow egal zu sein. Ein wirkliches Portrait des Hairstylisten liefert "Ist das Leben nicht wunderbar?" aber auch nicht, da es nie gelingt wirklich in die Seele Ivanchevs einzudringen. Mit anderen Worten: Nach Ansicht des Films ist man eigentlich genauso klug wie zuvor. Für eine Dokumentation ist das ein eher fragwürdiger Erfolg.

Die soziale Situation reißt der Film zwar kurz an, aber auch hier werden die angestoßenen Linien nicht weiter verfolgt. So reiht sich ein Element an das nächste, ohne den rechten Zusammenhang zum vorhergehenden zu offenbaren. Heraus kommt eine Ansammlung von Details, die für sich genommen einfach nur uninteressant sind.





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