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Kritik: Fistful of Flies (1996)


"Fistful of flies" von Monica Pellizzari ist schonunglos ehrlich. Das
Erwachsenwerden wird rückblickend nicht idealisiert, sondern mit allen
Problemen und Schattenseiten dieser Zeit dargestellt. Wenn Mars gerade
noch mit nacktem Oberkörper vor dem Spiegel herumtänzelt, sind in der
nächsten Einstellung sekundenlang die Pickel auf ihrer Stirn eingefangen.

In diesen Momenten wird klar, daß es sich um keinen der üblichen Teenie- oder Altmännerfilme handelt. Denn schon früh wird jeder voyeuristische Blick auf den mädchenhaften Körper entlarvt. Der Film ist von einer Frau zwar nicht unbedingt für Frauen gemacht, aber doch aus einer eindeutig weiblichen Perspektive erzählt. Polanski- und Lolita-Liebhaber werden nicht auf ihre Kosten kommen.

"Fistful of Flies" ist im Prinzip kein besonders origineller Film, doch wegen der tollen Schauspieler und der sicheren Inszenierung von Monica Pellizzari äußerst sehenswert. Zudem gab es selten einen Film, der eine so sorgfältig bearbeitete Tonspur hat. "Fistful of Flies" ist ein Hörerlebnis der besoneren Art und ein weiterer Beweis für die Vitalität des australischen Films auch nach Jane Campion.





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