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Kritik: Die Stunde des Lichts (1998)


Die Handvoll Huskies vor der Tür sind die einzigen Kreaturen, an die sich Ellen und Lars halten können, wenn ihnen in der "Stunde des Lichts" die Decke auf den Kopf fällt. Nicht einmal dieselbe Sprache spricht das ungleiche Paar, und so dauert es Wochen, bis Lars einige Brocken Deutsch gelernt hat und sich mit Ellen unterhalten kann.
Einsamkeit und Sprachlosigkeit sind dann auch die Themen dieses streckenweise lethargischen, in der endlosen Eiswüste des hohen Nordens angesiedelten Kammerspiels. Eigentlich wollte Lars die junge Frau ja nur aus sexuellem Interesse bei sich aufnehmen – Ellen aber hat keine Lust, sich mit dem einfältigen Verlierer einzulassen, der so gar nicht ihren Vorstellungen vom "Held des Nordens" entsprechen will.
Kein Arktis-Klischee, von dem Stijn Coninx, der Regisseur dieser frostigen Liebesgeschichte, die Finger lassen konnte – überdies strapaziert er die Geduld der Kinobesucher mit platten, bisweilen unfreiwillig komischen Dialogen und einem so quälend langsamen Fortgang der Handlung, daß man die Darsteller auf der Leinwand am liebsten anfeuern möchte.
Versöhnlich stimmen allerdings die grandiosen Bilder von Kameramann Theo Bierkens, der die überwältigende Schönheit des Nordens wie kein zweiter einzufangen versteht: Zweifellos hätte "Die Stunde des Lichts" ein wunderschöner Dokumentarfilm werden können.




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