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Kritik: The Big Hit (1998)


Ein Auftragskiller als netter Junge von nebenan? Wahrscheinlich kann man jedes Thema zu einer Komödie machen - "The Big Hit" aber legt die Latte ein wenig zu hoch. Das gewagte Unterfangen, einen brutalen Killer als liebenswerten Sympathieträger zu verkaufen, scheitert bereits am oberflächlichen Stil des Regisseurs Che-Kirk Wong ("Crime Story"), der mit "The Big Hit" eine zynische Hollywood-Komödie im Hong-Kong-Stil fabriziert hat.

Auch ein Mark Wahlberg ("Boogie Nights") kann da nicht mehr rettend eingreifen: Wong zeichnet bizarre Charaktere in einer entmenschlichten Welt voller überzogener Klischees. Sogar die Kugeln haben das Drehbuch gelesen - obwohl sie in enormen Mengen abgefeuert werden, verfehlen sie bei Bedarf stets ihr Ziel.

Satire? Keineswegs. Ziellos mäandert der Film zwischen "Pulp Fiction" und Slapstick, nichts will so recht zusammenpassen. Trotz rasanter Verfolgungsjagden, überdrehter Nebenfiguren und präzise choreographierter Schießereien bleibt einem so das Lachen oft im Halse stecken.

Wer alle menschlichen Werte über Bord werfen und sich an geistlosem Aktionismus erfreuen kann, mag selbst diesem Film etwas abgewinnen können. Für den Rest aber ist "The Big Hit"ein großer Flop.





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