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Kritik: Serial Lover - Die Letzte räumt die Leiche weg (1998)


Zunächst bewegt sich "Serial Lover" in etwas nostalgischen Kontrasten, die einer Theaterinszenierung gleich in abstrakter Disharmonie ein pikantes Auftreten haben. Doch schnell sind die Fronten für eine exaltiert schwarze Komödie mit bitterbösen Einfällen und überdrehter, aber charmanter Umsetzung geklärt.
Aus der Juke-Box tönt "Only You" von The Plattlers zu haarsträubenden Unfällen mit tödlichen Folgen für die Opfer - allesamt männlich - , die schon mal mit einem Messer im Bauch kopfüber im Kühlschrank landen, oder, mit Glassplittern gespickt, in der Badewanne verenden. Der Inspektor stellt sich mit "Garcon. Flic. Police." vor und drückt beide Augen für Claire zu, auf die er bei einer Routineüberprüfung bereits ein Auge geworfen hat. Die Charaktere sind nicht nur einfach comichaft cool überzeichnet, ihre schneidigen Dialoge triumphieren über manches Klischee und verursachen eine Farce mit der unheiligen Eigendynamik von Murphys Gesetz.
Daß drei tödliche Mißgeschicke nur der milde Anfang sind und sich zu einem radikalen Desaster entwickeln, das in einem destruktiven Finale wie ein Feuerwerk explodiert, und noch nicht einmal der Abspann vor der Kreativitätswut von Debutant James Huth und seinem Team verschont bleibt, markiert effektiv die kompromißlose Gangart in puncto Humor. Von Michele Laroque ("Mein Leben in Rosarot") als erfolglos einen Partner suchende Claire mit sichtlicher Hingabe zum Overacting gespielt, irre konstruiert bis in surreale Regionen und mit skurrilen Partyflair gewürzt, überwältigt "Serial Lover" mühelos den verblüfften Zuschauer:
Ein ultimativer Partyhit, dessen Gagfeuerwerk beinahe als gesundheitsgefährdend einzustufen ist.




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