Wann und wo Sie die Wiederholung der Dokumentation "Die NS-Justiz: Recht des Unrechts" vom Dienstag (05.05.2026) schauen können, ob nur im TV oder auch online in der Mediathek, lesen Sie hier.
Wenn Sie die Sendung "Les Tribunaux de la terreur" bei Arte verpasst haben: Werfen Sie doch mal einen Blick in die Arte-Mediathek. Diese bietet online zahlreiche TV-Beiträge als Video on Demand zum streamen - auch und vor allem nach der jeweiligen Ausstrahlung im Fernsehen. In der Regel finden Sie die Sendung nach der TV-Ausstrahlung online vor. Doch leider gilt das nicht für alle Sendungen. Bei Arte im linearen TV wird es vorerst leider keine Wiederholung geben.
"Die NS-Justiz: Recht des Unrechts" im TV: Darum geht es in der Dokumentation
Die Zerstörung der traditionellen Rechtsordnung gehört vermutlich zu den weniger bekannten und dennoch wesentlichen Zielen der Nationalsozialisten. Als erbitterte Gegner des römischen Rechts, der Philosophie der Aufklärung und der von der Französischen Revolution getragenen Werte wollten sie ihre Vorstellungen von der Rolle der Justiz um jeden Preis durchsetzen. Die Etablierung einer starken nationalsozialistischen Rechtspflege wurde zur vorrangigen Aufgabe, bildete sie doch die Grundlage der "neuen Welt", die das Tausendjährige Reich hervorbringen sollte.
Die Gleichschaltung der Justiz begann in Deutschland und zielte auf die Errichtung einer durch Blut- und Rassegesetze bestimmten Gesellschaft. Vor der Kulisse von Fritz Langs Film "M" erzählt der Dokumentarfilm die Geschichte der radikalen Umformung der Justiz. An vier Einzelschicksalen werden Triebkräfte und ideologische Hintergründe erforscht. Wie gelang es Hitler und seinen Gefolgsleuten, die Rechtsordnung derart auszuhöhlen und durch die schrittweise Unterwerfung des gesamten Justizapparates die Vorherrschaft der "Volksgemeinschaft" über das Individuum durchzusetzen?
Neben dem Werdegang des bayerischen Scharfrichters Johann Reichhart, der über 3.000 Todesurteile vollstreckte (darunter auch das der Geschwister Scholl), schildert die Dokumentation das Schicksal der Gerichtsreferendarin und Widerstandskämpferin Elisabeth Gloeden, des hochrangigen NS-Juristen und Polizeichefs Werner Best und des Rechtsanwalts und Nazi-Gegners Hans Litten. In der zwöfljährigen NS-Ära (1933-1945) verhängten Hitlers Gerichte etwa 16.000 Todesurteile, weitere 30.000 wurden von Militärgerichten ausgesprochen. Der Justizterror diente zunächst der Ausschaltung und Vernichtung des inneren Feindes und kündigte zugleich die kommenden Eroberungskriege und den Schrecken des Holocaust an.
Die Zerstörung von Recht und Justiz endete 1946 mit den Nürnberger Prozessen und der Einführung neuer internationaler Regeln. (Quelle: Arte, übermittelt durch FUNKE Programmzeitschriften)
"Die NS-Justiz: Recht des Unrechts": Alle und Infos auf einen Blick
Thema: Dokumentation
Bei: Arte
Produktionsjahr: 2023
Länge: 105 Minuten
In HD: Ja
Die nächsten Sendetermine von "Die NS-Justiz: Recht des Unrechts" im TV
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| Datum | Uhrzeit | Sender | Dauer |
|---|---|---|---|
| 11.05.2026 | 08:55 Uhr | Arte | 105 Minuten |
(Die Angaben zur Staffel- und zur Episodennummer werden von den jeweiligen Sendern vergeben und können von der Bezeichnung in offiziellen Episodenguides abweichen)
