Sean Gunn zieht sich aus der körperlichen Darstellung von Rocket Raccoon zurück. Der 52-jährige Schauspieler will die Motion-Capture-Arbeit für die Figur aus Guardians of the Galaxy nicht mehr übernehmen. In den Marvel-Filmen ist Sean Gunn vor allem als Kraglin bekannt. Am Set lieferte er über Jahre die Bewegungsreferenz für Rocket, während Bradley Cooper dem sprechenden Waschbären seine Stimme lieh.
Sollte Rocket in das MCU zurückkehren, müsste Marvel für diesen Teil der Rolle wohl einen Nachfolger finden. Die ungewöhnliche Körperhaltung bei den Dreharbeiten habe über die Jahre Spuren hinterlassen, verriet Sean Gunn in The Brandon Davis Show. "Alle denken, es wären meine Knie, aber eigentlich sind es meine Füße und meine Knöchel", erklärte der Schauspieler. Für Rocket habe er sich häufig in einer tiefen Hockposition bewegt, vergleichbar mit einem Catcher beim Baseball. Besonders das ständige Drehen auf Füßen und Knöcheln sei mit der Zeit zur Belastung geworden. "Im Laufe der Jahre hat das, glaube ich, einen gewissen Einfluss auf meinen Körper gehabt", räumte Sean Gunn ein. Seine Knie seien zwar noch in Ordnung, trotzdem habe er nach seinem 50. Geburtstag beschlossen, Schluss zu machen. "Ich bin als Rocket im Ruhestand", sagte er. Marvel habe nicht angerufen, doch selbst wenn ein Angebot käme, würde er die Bewegungsreferenz wohl nicht mehr übernehmen: "Ich bin zu alt."
Ganz aus dem Superhelden-Geschäft hat sich Sean Gunn allerdings keineswegs verabschiedet. Inzwischen arbeitet er auch für DC, wo sein Bruder James Gunn gemeinsam mit Peter Safran die DC Studios leitet. Sean Gunn spielte Maxwell Lord in Superman und war in dieser Rolle auch in der Auftaktfolge der zweiten Staffel von Peacemaker zu sehen. Einen direkten Vergleich zwischen seiner Arbeit für Marvel und DC hält der Schauspieler für schwierig. Als er zu Marvel gekommen sei, habe das Studio bereits über eine etablierte und erfolgreiche Produktionsmaschinerie verfügt.
Bei DC erlebe er dagegen einen grundlegenden Neuaufbau. Zwar hatte Sean Gunn bereits in The Suicide Squad mitgespielt, doch seit sein Bruder die kreative Leitung des Studios übernommen habe, befinde sich das Franchise in einer neuen Phase. "Es wäre wirklich so, als würde man Äpfel mit Birnen vergleichen", erklärte Sean Gunn gegenüber "The Wrap". Für ihn persönlich gebe es zwischen den beiden Studios dennoch eine entscheidende Gemeinsamkeit: die Zusammenarbeit mit seinem Bruder. "Im Kern gibt es bei der Arbeit mit meinem Bruder mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede", sagte Sean Gunn. Da er sowohl bei Marvel als auch bei DC unter James Gunn gearbeitet habe, ähnele sich der eigentliche Arbeitsprozess für ihn deshalb stärker, als man vielleicht vermuten würde.
Quelle: BANG Media International – dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung redaktionell überarbeitet.

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