Sacha Baron Cohen bringt Ali G für "Ali G: Who Iz I" zurück. Der britische Schauspieler und Komiker weiß, dass seine Kunstfigur im Jahr 2026 als überholt und problematisch wahrgenommen werden kann. Das ist für ihn aber kein Grund, Ali G endgültig zu verabschieden. Im Gegenteil: Die gesellschaftlichen Veränderungen der vergangenen Jahrzehnte haben ihn nach eigener Darstellung dazu bewegt, die Figur erneut zu verkörpern. Als Starttermin ist Freitag, der 23. Oktober 2026, vorgesehen.
In einem Beitrag für das Magazin "Time" erklärte der 54-Jährige, weshalb er die provokante Figur wieder spielt und welche Absicht hinter seinem Humor steht. "Die Tatsache, dass Ali G überholt und problematisch ist, ist genau der Grund, weshalb ich ihn wieder zum Leben erweckt habe", schrieb Sacha Baron Cohen. Die Welt, in die Ali G zurückkehre, sei in vielerlei Hinsicht schlimmer geworden als jene, die die Figur vor rund 20 Jahren verlassen habe. Die Vorurteile und Missstände, die er mit seinen Kunstfiguren aufzeigen will, existierten weiter. Nach seiner Einschätzung hätten sie sich sogar weiter ausgebreitet.
Sacha Baron Cohen räumte ein, dass Satire auch Menschen verletzen kann, die nicht das eigentliche Ziel eines Witzes sind. Deshalb müsse man zwischen der Darstellung einer Figur und der Absicht ihres Schöpfers unterscheiden. Bei Ali G richte sich die Satire vor allem gegen die Figur selbst und gegen das überwiegend weiße, männliche Establishment, das sie ernst nehme. Die Figur sei absichtlich so konstruiert, dass sie sich fremde kulturelle Ausdrucksformen aneignet, ohne sie wirklich zu begreifen.
"Ali G ist ein weißer Idiot", schrieb Sacha Baron Cohen. Die Figur orientiere sich in Kleidung, Sprache und Selbstdarstellung an Gangsta-Rap- und Dancehall-Künstlern aus Orten wie Compton und Kingston. Diese übertriebene Nachahmung sei Teil des satirischen Konzepts. Mit seiner Ahnungslosigkeit und seinem Auftreten soll Ali G gesellschaftliche Vorurteile sichtbar machen. Sacha Baron Cohen verwies darauf, dass er auch andere Figuren wie "Borat" als Mittel entwickelt habe, um "Vorurteile, Voreingenommenheit und Dummheit" sichtbar zu machen. Ihm sei allerdings bewusst, dass nicht alle Zuschauer diese Absicht erkennen oder seine Arbeit entsprechend interpretieren.
Außerdem kritisierte der Komiker, dass soziale Medien ihn manchmal mit den Leuten gleichsetzen, die er mit seinen Figuren verspottet. Nach eigener Darstellung setzte er sich jahrelang gegen Fanatismus und Ungerechtigkeit ein und kooperierte mit Bürgerrechtsorganisationen. In einigen öffentlichen Bildern seiner Person erkenne er sich deshalb nicht wieder. Ihn störe vor allem, dass Aussagen seiner Figuren mitunter so dargestellt werden, als wären sie seine eigenen Überzeugungen.
Zugleich nahm Sacha Baron Cohen seinen absichtlich albernen und teils kindischen Humor in Schutz. Nach seinem Verständnis braucht Satire keine politische Belehrung, um eine ernste Botschaft zu transportieren. "Satire funktioniert am besten, wenn sie nicht predigt, sondern sich mitten im Gelächter entfaltet", erklärte er. Im Idealfall fange das Publikum erst nach dem Lachen an, über die gesellschaftlichen Probleme hinter einem Witz nachzudenken.
Quelle: BANG Media International – dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung redaktionell überarbeitet.

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