Taika Waititi zeigt wenig Verständnis für die schlechten Rezensionen zu "Klara and the Sun". Der Regisseur nennt die Kritiken in einem Instagram-Beitrag "irrelevant" und "völlig weltfremd". Der 51-Jährige will sich lieber am Publikum orientieren als an professionellen Filmkritikern. Der Science-Fiction-Film mit Jenna Ortega und Amy Adams kommt bei der Kritik bislang schlecht an. Bei Rotten Tomatoes steht der Tomatometer-Wert aktuell bei 26 Prozent. Einige Rezensionen nennen das Werk "antriebslos" und "unausgewogen". Auch fehlende erzählerische Tiefe wird bemängelt. Das Publikum sieht den Film deutlich positiver: Dort erreicht "Klara and the Sun" 78 Prozent Zustimmung.
Waititi teilte ein Poster, das auf die Publikumsbewertung hinweist. Dazu schrieb er: "Ich habe seit fast 15 Jahren keine Rezension mehr gelesen, die sich gegen mich oder meine Kollegen richtet. Aber ich höre auf die Menschen, für die wir unsere Filme machen." An Halloween wolle er an die "armen verlorenen Seelen" denken, die ihren Traum, Künstler zu werden, nicht verwirklichen konnten und stattdessen Kritiker wurden. Diese hätten auch "Jojo Rabbit" nicht gemocht. Sein Urteil fällt hart aus: "Irrelevant. Weltfremd. Überholt. Ab in den Müll." Dabei wurde "Jojo Rabbit" nicht von der Mehrheit der Kritiker verrissen. Bei Rotten Tomatoes kommt der Film auf 81 Prozent Zustimmung von Kritikern und 94 Prozent beim Publikum.
"Klara and the Sun" nennt Waititi ein ungewöhnliches Projekt in seiner Filmografie. Im Gespräch mit dem Magazin SFX sagt er, es sei das "dramatischste" Werk, an dem er bislang gearbeitet habe. Bei früheren Filmen habe ihn oft die Frage beschäftigt, wie sich die Geschichten vermarkten lassen. Der Trailer könne leicht den Eindruck eines unterhaltsamen Roboter-Abenteuers erwecken. Tatsächlich gehe es um eine tiefgründige Auseinandersetzung mit dem Menschsein. Die Zusammenarbeit mit Hauptdarstellerin Jenna Ortega habe ihn gefordert. Die Schauspielerin, vor allem durch die Serie "Wednesday" bekannt, habe ihn mit ihren Vorschlägen immer wieder herausgefordert. Das sei ihm wichtig gewesen. Waititi betont: "Alle Schauspieler, die ich für diesen Film besetzt habe, haben mich gerettet – Jenna ganz besonders, weil sie die gesamte Geschichte getragen hat." Er schätze es, wenn Darsteller nicht einfach alles abnicken, was er vorschlägt.
Die Vorlage stammt von Kazuo Ishiguro. Sein Roman erzählt von der Androidin Klara, die sich an das menschliche Leben anpassen will, nachdem sie zur Gefährtin der jungen Josie (Mia Tharia) geworden ist. Waititi freute sich über die Unterstützung des japanisch-britischen Schriftstellers. Ishiguro habe ihm weitgehend freie Hand gelassen, solange die Verfilmung der Vorlage treu bleibe. Gedreht wurde in der Heimat von Taika Waititi, in Neuseeland. Die Landschaft sollte eine wichtige Rolle spielen. Besonders die Felder und die Umgebung des Hauses seien für die Atmosphäre der Geschichte entscheidend. Auch das Produktionsdesign von Ra Vincent, der bereits an mehreren Filmen von Waititi mitgewirkt hat, habe eine leicht futuristische Welt geschaffen.
Quelle: BANG Media International – dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung redaktionell überarbeitet.

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