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Mickey Rooney ist tot

Filmlegende verstarb mit 93 Jahren

Mickey Rooney, einer der größten Filmstars der 1930er und frühen 40er, ist gestern verstorben. Rooney war nicht nur ein talentierter Schauspieler, sondern auch ein begnadeter Tänzer und ein einzigartiger Komiker, der für seinen Witz und für sein langjähriges jugendliches Aussehen berühmt wurde. Rooney war acht mal verheiratet — unter anderem mit seinem MGM Co-star Ava Gardner — und ließ sich 1962 dank vieler Scheidungen und unbedachter Investionen für bankrott erklären.
Rooney hieß eigentlich Joseph Yule Jr. Er wurde in Brooklyn in eine Künstlerfamilie geboren und stand bereits mit 15 Monaten in einem Vaudeville-Act auf der Bühne. 1926 trat er erstmals in einem Film auf. Mit seinen ersten Rollen als Mickey Rooney war er sofort erfolgreich: Zwischen 1927 und 1934 spielte er die Hauptrolle in "Mickey McGuire", einer Reihe von Kurzfilm-Komödien, die den Übergang vom Stummfilm zum Tonfilm vollbrachten. Als Teenager trat er in vielen seinerzeit beliebten Filmen auf, unter anderem im Western "My Pal the King" und als Puck in Max Reinhardts Version von Shakespeares Ein Sommernachtstraum. (1935).
Nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Ende der Andy Hardy-Serie - einer Reihe von Familienfilmen - wurde es für Rooney, der stets als Jugendlicher gebucht wurde und inzwischen fast dreißig Jahre alt war, schwerer, neue Aufträge zu ergattern. Schließlich gelang es ihm jedoch, sich als seriöser Schauspieler zu etablieren - unter anderem mit der Rolle des legendären Gangsters Babyface Nelson in "So enden sie alle" (1957), als schräge Parodie eines Japaners in "Frühstück bei Tiffany" (1961) und als Boxtrainer in "Die Faust im Gesicht" (1962). 1977 trat er außerdem als Leuchtturmwärter im Kinderfilm-Klassiker Elliot - Das Schmunzelmonster auf. Zuletzt war er 2011 in Die Muppets im Kino zu sehen.
1983 erhielt Rooney den Ehren-Oscar für sein Lebenswerk. Zuvor war er bereits vier mal für einen Academy Ward nominiert: 1939 für "Musik ist unsere Welt", 1943 für "Und das Leben geht weiter", 1956 für "Ein Fetzen Leben" und 1979 für "Der schwarze Hengst".


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