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Karate Kid
Karate Kid
© 2010 Sony Pictures Releasing GmbH

10 China-Facts zum Kinostart von Karate Kid

Kurioses aus dem Reich der Mitte

Ab dem 22. Juli kämpft KARATE KID Dre Parker (JADEN SMITH) in der Neuverfilmung des gleichnamigen Kultfilms auf deutschen Kinoleinwänden. In KARATE KID muss sich Dre nicht nur gegen aggressive Mitschülern wehren, er muss sich auch den Besonderheiten eines ganz fremden Landes stellen. Nur gut, dass Hausmeister Mr. Han (JACKIE CHAN) ihm dabei zur Seite steht… Ob der ihm aber auch die folgenden kuriosen Facts über seine neue Heimat China verraten hat?

Auf den Hund gekommen
Das Essen ist das wohl bekannteste Thema der chinesischen Alltagskultur – Europäer reagieren meist mit leichtem Stirnrunzeln oder auch blankem Entsetzen... Allerdings: Zwar finden sich Krokodil, Insektengetier, Innereien und jegliche andere Formen tierischer und pflanzlicher Produkte in manch chinesischem Kochtopf wieder. Doch des Deutschen größter Graus, dass der Chinese sogar seine treuen Vierbeiner verspeist, ist in China genauso verbreitet, wie die deutsche „Gewohnheit“, Pferdefleisch zu essen – nämlich wenig.

Wenn Chinesen Urlaub machen
Chinesen auf Reisen wirken oft, als hielte jemand den Schnelldurchlauf-Knopf gedrückt – warum eigentlich? Klar, Urlaub ist rar, und auch Feiertage gibt es kaum. Neben dem Volksfeiertag am 5. Oktober ist das chinesische Frühjahrsfest fast die einzige Gelegenheit, ein paar freie Tage zu genießen. Einziger Haken: JEDER der 1,3 Milliarden Chinesen nutzt diese Chance – und so legt die wohl größte Völkerwanderung der Welt für einige Tage das komplette Land lahm. Überfüllte Flughäfen und Bahnhöfe zwingen den Urlauber ganze Nächte an den Bahn- und Flugsteigen zuzubringen. Na dann: Gute Erholung!

Über den Wolken
Dem alljährlichen „Urlaubs“-Schauspiel überdrüssig, hat der Chinese unlängst andere Fluchtpunkte aus seinem hektischen Alltag aufgetan. Denn auch wenn die riesigen Metropolen wie Schanghai oder Peking nur wenig Ruhe versprechen, findet man die kleinen Oasen doch: Weit oben in den Gipfeln der urbanen Zentren hat es sich der Chinese gemütlich gemacht. Ob 6. oder 16. Stockwerk, auf einer Hängematte vor (!) den Bürofenstern der Wolkenkratzer der Stadt lässt es sich jenseits allen Arbeitsstresses ganz gut abhängen.

Mao Zedong oder: Die Chinesen und das Spucken
Ein weiterer Bestandteil der chinesischen Alltagskultur dürfte wohl jedem China-Reisenden schon mal ins Auge – oder auch direkt vor die Füße – gefallen sein: Es wird gespuckt, was das Zeug hält. Dabei handelt es sich jedoch nicht etwa um mangelhafte Erziehung, sondern um eine handfeste Tradition. Denn zu Zeiten Mao Zedongs sahen sich die Chinesen gezwungen, in der proletarischen Masse mitzuschwimmen, um sich nicht verdächtig zu machen. Es wurde also gedrängelt, gebrüllt und eben auch gespuckt, als gäbe es kein morgen. Man möge es dem sonst sehr rücksichtsvollen und harmonieträchtigen Volk also nachsehen, wenn es hin und wieder jenseits der westlichen Etikette wandelt…

Schenken schwergemacht
Wer einem chinesischen Freund demnächst eine kleine Freude machen möchte, sollte Folgendes aufmerksam lesen: - Hüte dich, deiner chinesischen Begleitung Blumen mitzubringen, denn diese bekommen in China nur die Toten.
- Hüte dich noch mehr davor, die Blumen auch noch in Weiß zu kaufen. In China ist Weiß nämlich die Farbe der Trauer.
- Ein Essen als Geschenk? Super, aber Obacht vor der Stäbchenfalle! Stäbchen dürfen nie so in den Reis gesteckt werden, dass sie stehenbleiben. Denn ein Stäbchen wird nur – an dieser Stelle darf dreimal geraten werden – richtig, bei einer Beerdigung in den Reis hineingesteckt. Dies gilt in China als Symbol für den Toten.
-Der Chinese schätzt nützliche Gegenstände sehr. Verzichten sollte man bei der Geschenkewahl allerdings auf jeden Fall auf das praktische Messerset. Denn Schneidwerkzeuge jeglicher Art symbolisieren in China – nein, nicht den Tod, aber immerhin eine gekappte Verbindung.
-Behalte den längeren Atem! Ein Chinese wird nie beim ersten Mal dein Geschenk annehmen, denn das gilt in China als gierig. Als demütig gilt hingegen, ein Geschenk mehrmals abzulehnen. Dass es eine Demutsgrenze nach oben gibt, bleibt an dieser Stelle nur zu hoffen.

In China gibt es kein schlechtes Wetter
…sondern nur ein bisweilen übereifriges Amt für Wetterbeeinflussung. So wird anhaltender Dürre in der Hauptstadtregion schon mal mit massigen Schneefällen begegnet, die mittels riesiger Mengen in die Wolken gepumpter Chemikalien ausgelöst werden. Da kommt es schon mal vor, dass die stresserprobten Chinesen in einem Monat, in dem noch nicht mal die offizielle Heizperiode eingeläutet wurde, bibbernd in ihren Wohnungen sitzen und die ganze Region mittels Schneemassen lahmgelegt wird. Na dann: Schneemanns heil.

In China gibt es auch keine schlechte Kleidung
Bis vor einiger Zeit konnte man in Schanghai regelmäßig beobachten, wie manch Chinesin noch im Schlafanzug durch die Straßen eilte, um ihren Erledigungen nachzugehen. Dies sei vor allem der Bequemlichkeit geschuldet und wird wohl auch trotz städtischen Verbots der Bettgarderobe nie gänzlich aus dem Stadtbild zu verdrängen sein.

Wie der Keks zu seinem Glück kam
Der weltweit bekannte Glückskeks ist gar keine Tradition des alten China, sondern eine Marketing-Idee aus den USA. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts verteilte der findige Japaner Makato Hagiwara die Kekse in seinem Teegarten in San Francisco. Erst in den neunziger Jahren, so heißt es, wurden die Kekse mitsamt ihren gesammelten Lebensweisheiten nach China exportiert. In China wird man schwerlich das berühmte Haar in der Suppe finden
…aber bis zum Jahr 2001 gerne mal im Brötchen. Denn bis dato war es nicht ungewöhnlich, chinesische Brötchen mit einigen Gramm zerstoßener chinesischer Haare aufzubacken. Grund der haarigen Angelegenheit: Eine darin enthaltene Aminosäure sollte angeblich den Teig geschmeidiger machen. Mittlerweile durch Richtlinien untersagt, wird man das berüchtigte Haar wohl kaum noch finden.

Und zu guter Letzt
Der häufigste Familienname der Welt ist ein chinesischer: Etwa 90 Millionen Menschen tragen den Namen „Li“ und bescheren ihm somit Platz 1 der Weltrangliste. Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass der Familienname in China stets vor dem Vornamen steht.


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