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Takers
Takers
© 2010 Sony Pictures Releasing GmbH

Die Top 10 der (fast) perfekten Verbrechen

Ein Feature zum Kinofilm "Takers"

Das perfekte Verbrechen – davon haben Räuber und Diebe schon immer geträumt. Hier die Top 10 der (fast) perfekten Verbrechen – ein Streifzug durch die Kriminalgeschichte.

In TAKERS versetzt eine berüchtigte Bande von Kriminellen (Idris Elba, Paul Walker, T.I., Chris Brown, Hayden Christensen und Michael Elay) die Polizei immer wieder in Staunen, da sie scheinbar perfekte Banküberfälle begeht: Perfektes Timing, keine Spuren, keine Zeugen. Jetzt plant die Bande den größten Coup ihrer Karriere. Doch ein ambitionierter und hartgesottener Detective (Matt Dillon) hat es sich in den Kopf gesetzt, die Räuber zur Strecke zu bringen. Ab dem 28. Oktober wird sich zeigen: Sind ihre Verbrechen wirklich absolut perfekt?

1. The Baker Street Burglary
Die so genannte Baker Street Burglary fand 1971 in London statt. Von einem nahe gelegenen Laden gruben die Diebe einen Tunnel in die Baker Street Bank und stahlen 3 Million Pfund Bargeld und Wertgegenstände aus den Schließfächern. Auf einem der Dächer nahe der Bank hatten sie einen Wachposten stationiert, mit dem sie in Funkkontakt standen. Ein Amateurfunker fing einen der Funksprüche auf und alarmierte die Polizei. Diese durchsuchte alle Banken in der Umgebung, konnte die Diebe aber nicht fassen. Zwei Jahre später wurden vier Männer verurteilt, die Drahtzieher der Tat sind vermutlich aber noch auf freiem Fuß. Es gibt Gerüchte, unter den Wertgegenständen in den Schließfächern seien auch geheime und brisante Dokumente gewesen, die das Königshaus kompromittieren könnten.

2. Die Schlecker-Entführer
23 Jahre galten sie als die perfekten Verbrecher und hätten es für immer bleiben können. Die beiden Männer begingen 1975 ihren ersten Bankraub, es folgten viele weitere Überfälle, Geiselnahmen und Entführungen. Nie hinterließen sie eine Spur, nie konnten sie überführt werden. Im Jahr 1987 gelang ihnen ihr bisher spektakulärster Coup: Sie entführten die Kinder des Drogeriekettenbesitzer Anton Schlecker und erpressten 9,6 Millionen Mark, das höchste Lösegeld, das bis dahin jemals in Deutschland gezahlt wurde. Und wieder konnte die Polizei die Täter nicht schnappen. Bis 1998 blieben die Täter unentdeckt. Da entführen sie den Direktor der Ehinger Volksbank und erpressen 2 Millionen Mark. Wieder scheint alles perfekt geplant. Doch dann begeht einer der Männer einen einzigen fatalen Fehler: Er ruft von einer Telefonzelle aus zuerst die Familie des Opfers und dann seine eigene Freundin an. Der Anruf kann zur Freundin zurückverfolgt und die Täter überführt werden: Die Täter, beide inzwischen in ihren Sechzigern, werden zu je dreizehneinhalb Jahren Haft verurteilt.

3. Der Dagobert-Erpresser
Für das perfekte Verbrechen braucht man Intelligenz und Glück. Beides konnte Arno Funke alias "Dagobert" aufweisen. Letztendlich genützt hat es ihm aber nicht. 1988 ließ er im KaDeWe eine Bombe hochgehen und erpresste mit der Androhung weiterer Bombenanschläge 500.000 Mark. 1992 erpresste er mit einer Bombenserie die Kaufhauskette Karstadt. Insgesamt 30 Geldübergaben missglückten zwar, doch konnte Finke nicht gefasst werden. Einmal hatte ihn ein Polizist schon beinahe gefasst, als er auf nassen Blättern ausrutschte und Finke mit dem Fahrrad entkommen konnte. Finke hatte sehr ausgefeilte Techniken der Geldannahme. Einmal versteckte er sich in einem oberflächlich zubetonieren Kanal unter der Übergabestelle, einmal mussten Polizisten das Geld auf einem selbst gebauten Miniatur-Schienenfahrzeug ablegen. Doch alles Glück und alle Raffinesse nützen nichts, Funke gelang es nie, das Geld erfolgreich an sich zu nehmen und im April 1994 wurde er gefasst.

4. Der Isabella-Stewart-Gardner-Museums-Raub
Es ist der größte Kunstraub der Geschichte und er ist perfekt: Als Polizisten verkleidet drangen zwei Männer am 18. März 1990 kurz nach Mitternacht in das Isabella Stewart Gardener Museum in Boston ein. Sie überwältigten die Wärter und stahlen diverse Kunstwerke, unter anderem von Rembrandt, Degas, Manet und Vermeer. Der Gesamtwert wird auf etwa 500 Millionen Dollar geschätzt. Von den Tätern und den Kunstwerken fehlt weiterhin jede Spur.

5. Der Banco-Central-Raub in Fortaleza, Brasilien
Es ist einer größten Diebstähle in der Geschichte des Bankraubs. An einem Wochenende im August 2005 erreichten die Diebe durch einen Tunnel die Banco Central und erbeuteten umgerechnet über 70 Millionen US-Dollar. Dafür mussten die Diebe über einen Meter dicken Stahlbeton durchbrechen und Banknoten von insgesamt 3,5 Tonnen Gewicht wegschaffen. Alle Sicherheitssysteme wurden lahm gelegt und der Diebstahl fiel erst am Montag auf. Im Zuge der Ermittlungen wurden zwar etliche Verdächtige festgenommen, auch gab es Morde und Entführungen, die mit dem Raub in Verbindung gebracht wurden. Aber nur etwa 9 Millionen Dollar der Beute konnten bisher gefunden werden. Wer auch immer den Rest hat – für ihn oder sie war es wohl das perfekte Verbrechen.

6. Zentralbank Irak
Es ist der absolut größte Diebstahl aller Zeiten. Im März 2003, kurz, bevor die USA den Irak bombardierten, wurden sage und schreibe fast eine Milliarde Dollar aus der Zentralbank in Bagdad gestohlen. Hinter dem Diebstahl soll kein geringerer als Saddam Hussein stecken. Im März tauchte auch ein von Saddam Hussein unterzeichnetes Schreiben auf, in dem er die Angestellten der Bank dazu aufforderte, seinem Sohn Qusay 920 Millionen Dollar auszuhändigen.

7. Das Phantom
Jahrelang hielt sie die Polizei in Atem: Eine unbekannte Frau, deren DNS an 40 verschiedenen Tatorten gefunden wurde, mit mehreren Morden wurde sie in Verbindung gebracht. Es war die scheinbar perfekte Verbrecherin, die der Polizei immer wieder entkommen konnte, zu der es weder Name noch Bild gab. Bis einige Polizisten näher hinsahen und feststellten: Die DNS gehört keiner Verbrecherin, sie gehört einer unbescholtenen Bürgerin, die in einer Wattestäbchen-Fabrik arbeitet. Sie verunreinigte versehentlich etliche Stäbchen mit ihrer DNS. Es waren genau jene Wattestäbchen, die später von der Polizei verwendet wurden, um an den Tatorten Spuren zu sichern und Proben zu nehmen.

8. Der Harry-Winston-Raub
Der Harry-Winston-Raub ereignete sich 2008. Vier Männer, drei davon als Frauen verkleidet, stürmten kurz vor Ladenschluss den Harry-Winston-Juwelierladen in Paris. Aus einem kleinen Rollkoffer zogen sie eine Handgranate und eine .357 Magnum. Nach nur 15 Minuten war der Raub vorbei und die Täter flohen – mit Beute im Wert von über 80 Millionen Euro. Die Polizei vermutet hinter dem Verbrechen eine professionelle Bande, die auch die Pink Panther genannt wird und die in verschiedenen Rauben in ganz Europa schon über 257 Millionen Euro erbeutet haben soll.

9. Der KaDeWe-Raub
Es war der spektakulärste Raub der deutschen Nachkriegsgeschichte: Am 25. Januar 2009 stiegen drei Täter nachts im berühmten Kaufhaus des Westens ein und erbeuteten Uhren und Schmuck aus dem Christ-Juweliershop. Die vermummten Täter wurden auf Video aufgenommen und einer hinterließ sogar seine DNS-Spuren. Kurz darauf wurden die Brüder Hassan und Abbas O. festgenommen. Obwohl ihnen die DNS-Spur zugeordnet werden konnte, mussten sie wenig später wieder freigelassen werden. Der Clou: Hassan und Abbas sind eineiige Zwillinge mit identischer DNS. Es ist also erwiesen, dass mindestens einer der beiden am Raub beteiligt gewesen ist, welcher der beiden es jedoch war, wird sich nie feststellen lassen.

10. Der Helikopter-Raub in Schweden
Es hätte das perfekte Verbrechen werden können – Schwedens spektakulärstes ist es auf jeden Fall. Zuerst stahlen sie einen Hubschrauber. Dann seilten sich die Täter am 23. September 2009 um 5.15 Uhr vom Hubschrauber auf das Dach einer Firma für Geldtransporte ab, drangen in das Gebäude ein und erbeuteten mehrere Millionen Euro. Dann flohen sie. Die Polizei lenkten sie mit einer Bombenattrappe ab, außerdem verteilten sie so genannte Krähenfüße, die Autoreifen zerfetzen, auf den Straßen um die Verfolgung zu erschweren. Wenige Stunden später wurde der Helikopter gefunden, von den Tätern fehlte jede Spur. Doch was sich nach einem perfekt geplanten und präzise durchgeführten Coup anhört, war doch nicht ganz erfolgreich. Nach der Tat wurden etliche Verdächtige festgenommen, zehn von ihnen wurde in Stockholm der Prozess gemacht, sieben wurden verurteilt. Immerhin drei aber wurden frei gesprochen und die Polizei vermutet, dass auch weitere Beteiligte noch auf freiem Fuß sind.


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