Die Domain Spielfilm.de verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst Du Dich damit einverstanden. Weitere Cookie-Informationen findest Du hier.

Ok, einverstanden!

oder
Solo: A Star Wars Story - Alden Ehrenreich
Solo: A Star Wars Story - Alden Ehrenreich
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Kinocharts USA (25. - 27.5.): Han Solo schreibt keine "Star Wars"-Geschichte

Zuschauer langsam "Star Wars"-müde?

"Solo: A Star Wars Story" war der einzige Neustarter am Memorial Day-Wochenende, und positiv kann man sagen, dass er mehr einspielte als vor einem Jahr "Pirates of the Caribbean: Dead Men Tell No Tales" mit Johnny Depp, der mit 63 Millionen Dollar Premiere an der Spitze feierte und die Top Twelve zu 136 Millionen Dollar zog. In diesem Jahr sind es gute 172 Millionen Dollar. Negativ muss man konstatieren, dass sowohl das "Solo"-Produktionsstudio Disney als auch die Analysten mit viel mehr Umsatz gerechnet hatten.

Gold
"Solo: A Star Wars Story" startete stark mit einem neuen Memorial Weekend-Vorpremierenrekord, als am Donnerstagabend 14 Millionen Dollar zusammen kamen, rund 1 Million Dollar mehr als bei "Pirates of the Caribbean: At World's End" 2007. Doch dann folgte kein entsprechender Besuch mehr an den Folgetagen, so dass die bis zu 125 Millionen Dollar von Analysten erwarteten Umsätze deutlich verfehlt wurden. 84 Millionen Dollar konnte der Science Fiction-Film einspielen, was auch deutlich unter dem Ergebnis von "Rogue One", dem ersten "Star Wars"-Ableger, liegt, der 2016 mit 155 Millionen Dollar aus dem Debutwochenende gegangen war.

Setzt womöglich eine gewisse "Star Wars"-Müdigkeit ein? War es doch zu früh, schon fünf Monate nach "The Last Jedi" und nicht wie sonst in den vergangenen Jahren im Dezember das nächste Sternenkrieger-Epos auf die Zuschauer loszulassen? Waren die weniger enthusiastischen Kritiken ein Grund?

Natürlich sind 84 Millionen Dollar ein hervorragendes Ergebnis, aber im Reigen der Superheldenfilme und "Star Wars"-Abenteuer sind dreistellige Millionenergebnisse so zum Standard geworden, dass jedes Debut unter 100 Millionen Dollar sofort Alarmglocken-mäßig heraussteht. Zumal Walt Disney Studios mit 250 Millionen Dollar aufgrund der schwierigen Produktionshistorie - der Streifen wurde von Ron Howard ("Rush") ja fast gänzlich neu gedreht, nachdem die Produzenten das Regieduo Phil Lord und Chris Miller ("22 Jump Street") gefeuert hatten - viel investiert haben.

Satte 4381 Kinos und damit so viele wie noch nie im Monat Mai zeigen das Alden Ehrenreich-Werk, das damit "Deadpool 2" nicht nur von der Top Ten-Spitze holte, sondern auch als meistgespielten Film Nordamerikas ablöst.

Silber
"Deadpool 2" bekam die neue Konkurrenz schmerzhaft zu spüren. Der Fantasy-Film mit Ryan Reynolds verlor heftige minus 66 Prozent zum vorherigen Premierenwochenende und spielte 43 Millionen Dollar ein. Die Zahl der Lichtspielhäuser blieb mit 4349 konstant. Nach zehn Tagen steht die 110 Millionen Dollar teure 20th Century Fox-Produktion bei 208 Millionen Dollar - weniger als die 237 Millionen Dollar, die das Original zu diesem Zeitpunkt verbucht hatte.

Bronze
Wesentlich besser kam "Avengers: Infintiy War" mit "Solo" zurecht. Nur um gemäßigte minus 40 Prozent ließ hier der Umsatz im Wochenvergleich nach, obwohl die Walt Disney Studios-Produktion bereits in ihre fünfte Woche geht und 234 Spielorte räumen musste. 17 Millionen Dollar gaben die Besucher für Kinokarten für den Fantasy-Film in jetzt 3768 Filmtheatern aus. Unglaubliche 622 Millionen Dollar hat der Robert Downey Jr.-Streifen nun schon eingebracht und steht damit in Sachen Umsatz derzeit auf Rang sechs der erfolgreichsten Filme aller Zeiten in den USA und weltweit gar auf Platz vier - mit einer Chance, Zweiter hinter "Avatar" zu werden.

Auf den Plätzen
Vierter ist die Diane Keaton-Komödie "Book Club" (2. Woche / bisher insgesamt 32 Millionen Dollar); Fünfter ist die Melissa McCarthy-Komödie "Life of the Party" (3. Woche / 39 Mio.); Sechster ist der Gabrielle Union-Thriller "Breaking In" (3. Woche / 36 Mio.); Siebter ist die Will Arnett-Komödie "Show Dogs" (2. Woche / 11 Mio.); Achter ist die Anna Faris-Komödie "Overboard" (4. Woche / 42 Mio.), Neunter ist "A Quiet Place" (8. Woche / 180 Mio.) und Zehnter schließlich "Rampage" (7. Woche / 94 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
"Super Troopers 2" kam eigentlich nur zustande, weil die Fans des ersten Teils von 2001 die Flamme der freudvollen Erwartung brennen ließen und sogar mit 4 Millionen Dollar Crowdfunding zum Budget von 14 Millionen Dollar beitrugen. Letztlich kann man die 30 Millionen Dollar, welche die Komödie von und mit Jay Chandrasekhar eingebracht hat, als Achtungserfolg einordnen, der 20th Century Fox nicht weh tun dürfte. Erst am sechsten Wochenende hat die Fortsetzung die Top Ten verlassen müssen.


Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.