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Regisseur Nadav Lapid mit seinem Goldenen Bären
Regisseur Nadav Lapid mit seinem Goldenen Bären
© 3 sat

Berlinale 2019: Goldener Bär geht an französischen "Synonymes"

Angela Schanelec und "Systemsprenger" gewinnen

Der Hauptpreis der 69. Internationalen Filmfestspiele von Berlin ist soeben überraschend an das französische Drama "Synonymes" gegangen. Der israelische Regisseur und Drehbuchautor Nadav Lapid, dessen Werk autobiographische Züge trägt, nahm den Goldenen Bären aus den Händen der Wettbewerbsjury-Vorsitzenden Juliette Binoche entgegen. Den Streifen über einen jungen Israeli, der in Paris seine Herkunft hinter sich lassen möchte, hatten die meisten Kritiker nicht auf dem Zettel für den Goldenen Bären.

Auch der Große Preis der Jury, also quasi der zweite Platz, ging an eine französische Produktion, das Drama "Grace à Dieu" und dessen Regisseur und Drehbuchautor Francois Ozon über den Missbrauch an Kindern in der katholischen Kirche.

Das deutsche Drama "Systemsprenger", von vielen für einen Goldenen Bären gehandelt, erhielt den Alfred Bauer-Preis als "Film, der neue Perspektiven eröffnet", den Regisseurin und Drehbuchautorin Nora Fingscheidt entgegen nahm. Ebenfalls ein Silberner Bär an eine deutsche Künstlerin ging an Angela Schanelec für die "Beste Regie" bei "Ich war zuhause, aber".

Die Darstellerpreise wurden im Doppelpack an die beiden Hauptdarsteller des chinesischen Dramas "Di jiu tian chang" verliehen: Young Mei und Wang Jingchun, die ein Ehepaar spielen, das seinen Sohn bei einem Unfall verloren hat und das der Film über drei Jahrzehnte begleitet, wurden hier geehrt. Den Silbernen Bären für das Beste Drehbuch erhielten Maurizio Braucci, Claudio Giovannesi und Roberto Saviano für ihr italienisches Drama "La paranza dei bambini". Und schließlich bekam Rasmus Videbæk für seine Kameraführung im norwegischen Drama "Ut og stjæle hester" einen Silbernen Bären.

Festivaldirektor Dieter Kosslick wurde in der wieder von Anke Engelke moderierten Gala im Berlinale Palast von Juliette Binoche zu seinem Abschied mit warmen Worten und einem großen Teddybären verabschiedet.


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