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Birds of Prey - Margot Robbie
Birds of Prey - Margot Robbie
© Warner Bros.

Kinocharts USA (7. - 9.2.): "Birds of Prey" fliegen bodennah

"1917" verliert kaum Zuschauer

Am Oscar-Wochenende startete mit "Birds of Prey" nur eine Produktion - und enttäuschte. So blieb dann auch das Gesamtergebnis der Top Twelve mit schwachen 84 Millionen Dollar hinter dem Vorjahreswochenende mit 98 Millionen Dollar zurück. Damals debutierte "The LEGO Movie 2" mit fast gleichem und gleich enttäuschendem Ergebnis von 34 Millionen Dollar.

Gold
Die Kritiken von "Birds of Prey" sind gut, aber es kamen einfach zu wenig Zuschauer. Analysten vermuten, dass durch die Altersfreigabe "R - Restricted", bei der Jugendliche ohne Erwachsenenbegleitung außen vorbleiben müssen, zu viele Besucher - außen vorbleiben mussten...

Warner Brothers Pictures hatten 45 Millionen Dollar als Startergebnis ausgegeben - eine Zahl, die traditionell niedrig angesetzt wird, um dann um so strahlender dastehen zu können, wenn die Ergebnisse eintreffen. Und in der Tat hielten manche Branchenkenner den Fantasy-Film sogar für rund 70 Millionen Dollar gut. Typischer Fall von "Denkste!": Das Margot Robbie-Werk setzte gerade mal 33 Millionen Dollar um - ein solides, aber eben kein gutes Ergebnis in massiven 4236 Kinos. Damit ist der 85 Millionen Dollar teure "Suicide Squad"-Ableger der meistgezeigte Streifen Nordamerikas und hat in dieser Hinsicht "1917" abgelöst. Aus dem Ausland kommen 48 Millionen Dollar hinzu, so dass das weltweite Gesamtergebnis bei 81 Millionen Dollar liegt.

Silber
Am vierten Wochenende muss "Bad Boys for Life" mit 12 Millionen Dollar den Spitzenrang räumen. Der Kriminalfilm verlor mit minus 32 Prozent nur wenige Kinogänger und 175 Lichtspielhäuser. Das Will Smith-Werk ist jetzt in noch 3530 Spielorten zu sehen. Die 90 Millionen Dollar teure Columbia Pictures-Produktion hat insgesamt Karten im Wert von 166 Millionen Dollar abgesetzt. Aus dem Ausland kommen aktuell 170 Millionen Dollar für ein Gesamteinspiel von 336 Millionen Dollar dazu - eine erste große Erfolgsgeschichte im noch jungen Kinojahr 2020.

Bronze
Auch wenn es mit dem Academy Award dann nichts werden sollte - die Zuschauer, die eine Karte für "1917" lösten, konnten das ja noch nicht wissen. Der Oscar-Favorit verlor am siebten Wochenende mit minus 5 Prozent im Wochenvergleich kaum Besucher - viele wollten wahrscheinlich auch wissen, woher die Oscar-Aufregung rührt, oder das Meisterwerk einfach noch einmal genießen. 439 Spielstätten hatten den britischen Abenteuerfilm aus dem Programm genommen, der jetzt noch auf 3548 Spielplänen steht. Dort wechselten Tickets im Wert von 9 Millionen Dollar die Besitzer. Der George MacKay-Film hat 132 Millionen Dollar erlöst. Aus dem Ausland kommen 155 Millionen Dollar für die 100 Millionen Dollar teure Universal Pictures-Produktion zusammen, was weltweit 282 Millionen Dollar ergibt.

Auf den Plätzen
Vierter ist "Dolittle" (4. Woche / bisher insgesamt 64 Millionen Dollar); Fünfter ist "Jumanji: The Next Level" (9. Woche / 298 Mio.); Sechster ist der Matthew McConaughey-Kriminalfilm "The Gentlemen" (3. Woche / 27 Mio.); Siebter ist der Sophia Lillis-Horrorfilm "Gretel & Hansel" (2. Woche / 11 Mio.); Achter ist Charts-Wiedereinsteiger "Knives Out" (11. Woche / 159 Mio.); Neunter ist "Little Women" (7. Woche / 102 Mio.) und schließlich Zehnter ist "Star Wars - The Rise of Skywalker" (8. Woche / 510 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
Die gute Nachricht für "The Turning" - mit einem Umsatz von 14 Millionen Dollar in drei Wochen sind die reinen Produktionskosten wieder drin. Aber trotzdem ist der Horrorfilm mit Mackenzie Davis mit diesem schwachen Umsatz ein Flop für Universal Pictures.

Allerdings keiner im Vergleich zu "The Rhythm Section". Paramount Pictures haben 50 Millionen Dollar für den Thriller mit Blake Lively ausgegeben - nach zwei Wochen ist er mit lachhaften 5 Millionen Dollar schon wieder Box Office History und qualifiziert sich für die Wendung "Katastrophe".

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