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Desperate Measures - Marcia Gay Harden, Michael...an Cox
Desperate Measures - Marcia Gay Harden, Michael Keaton und Brian Cox

TV-Tipps für Samstag (28.3.): Michael Keaton muss Andy Garcia's Sohn retten

ZDF zeigt "Desperate Measures"

US-Kinounterhaltung steht am Samstagabend für Spielfilmfreunde an. Im Pro7-Hauptprogramm geht es mit Chris Pine heroisch in "The Finest Hours" zu, bevor im ZDF-Nachtprogramm Nervenkitzel mit "Desperate Measures" und Michael Keaton ansteht.

"The Finest Hours", Pro7, 20:15 Uhr
Die Küstenwache versucht im Jahr 1952 vor der Ostküste der USA bei Cape Cod die Besatzung eines durch einen Sturm in zwei Teile gerissenen Öltankers zu retten.

Die in den vergangenen Jahren erfolgsverwöhnten Walt Disney Pictures haben nur wenige schwere Flops hinnehmen müssen - dieser US-Thriller aus dem Jahr 2016 ist einer davon. Bei reinen Produktionskosten in Höhe von 80 Millionen Dollar konnte der Streifen weltweit lediglich 52 Millionen Dollar einspielen und bescherte dem Haus mit der Maus einen Verlust von 75 Millionen Dollar. Trotz seiner Qualitäten fand der Film einfach sein Publikum nicht.

2011 hatten Disney die Verfilmungsrechte an dem Sachbuch "The Finest Hours − The True Story of the U.S. Coast Guard’s Most Daring Sea Rescue" von Michael J. Tougias und Casey Sherman aus dem Jahr 2009 erworben und ein prominentes Ensemble vor den Kameras zusammen gestellt: Unter anderem wirken Chris Pine, Ben Foster, Casey Affleck und Eric Bana mit. Die Regie übernahm der australische Regisseur Craig Gillespie ("I, Tonya").

Die Dreharbeiten fanden vor Ort im US-Bundesstaat Massachusetts statt, aber hauptsächlich in einem Hangar einer stillgelegten Werft in Boston, wo die Szenen in und an den Schiffen entstanden. Danach waren die Spezialeffektekünstler und -techniker am Zug, welche mit nahezu 1000 visuellen Effekten die Illusion einer Seenotrettung perfekt machten. Der Aufwand bedingte eine einjährige Nachproduktion und eine Verschiebung des Starttermins um ein halbes Jahr.

"The Finest Hours" überzeugt als ein altmodisches Werk, das genau das liefert, was sich Zuschauer aufgrund der Inhaltsbeschreibung ausmalen, aber auch nicht mehr. Das Abenteuer ist wenig abenteuerlich in Szene gesetzt und erhielt gemischte Kritiken.

Kritiker Michael Smith urteilte in "Media Mikes": "Technisch ist der Film erste Sahne. Die Spezialeffekte sind gut gemacht, und die Ausstattung transportiert einen in eine Zeit zurück, in der man nicht einfach das Handy nehmen und fragen konnte, ob alles in Ordnung ist."



"Desperate Measures", ZDF, 00:35 Uhr
Die Rettung für eine Knochenmarkspende für den kranken Sohn (Joseph Cross) eines Polizisten (Andy Garcia) bietet ausgerechnet ein verurteilter Serienmörder (Michael Keaton).

Eine interessante psychologische und ethische Ausgangssituation präsentieren der französische Regisseur Barbet Schroeder ("Murder by Numbers") und Drehbuchautor David Klass ("Empereor") und nutzen dies für einen rasanten und packenden US-Thriller.

Der in San Francisco spielende Film wurde für 50 Millionen Dollar hauptsächlich in Pittsburgh im US-Bundesstaat Pennsylvania gedreht. Die Mandalay Entertainment-Produktion erhielt miserable Kritiken und floppte mit nur 13 Millionen Dollar beim US-Publikum 1998 schwer.

Kritiker Chuck O'Leary schrieb in "Fantastica Daily": "Ein absurder, aber unterhaltsamer Film, in dem sich Michael Keaton bewundernswert als Hannibal Lecter-mäßiger Killer aufplustert."



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