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TV-Tipp für Montag (30.3.): Roberto Benigni, John Lurie und Tom Waits türmen

Arte zeigt "Down by Law"

"Down by Law", Arte, 21:45 Uhr
Drei ungleiche Gefangene (Roberto Benigni, John Lurie und Tom Waits) brechen aus dem Gefängnis aus und lernen sich auf der Flucht durch die Sümpfe Louisianas schätzen.

Mit dieser US-Komödie, seinem dritten Spielfilm, gelang dem damals 33-jährigen Regisseur und Drehbuchautoren Jim Jarmusch ("Paterson") sein internationaler Durchbruch. Sein witziges, originelles und durch und durch filmisches Werk wurde 1986 in den Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele von Cannes eingeladen und gehört bis heute zu seinen besten Streifen.

In märchenhafter Form erzählt Jarmusch einnehmend und atmosphärisch von den Bemühungen, Menschlichkeit unter den widrigsten Umständen zu bewahren, getragen von hervorragenden Darstellern, wobei besonders der Einfall, den italienischen Darsteller Roberto Benigni vor die Kamera zu holen, ein Geniestreich darstellte. Benigni, des Amerikanischen kaum mächtig und erstmals überhaupt in den Vereinigten Staaten, elektrisiert den Film mit seiner unbändigen Darstellungsfreude. Die Darsteller John Lurie und Tom Waits steuerten zugleich die Filmmusik bei.

Der vom niederländischen Kameramann Robby Müller exzellent in Schwarzweiß photographierte Streifen kostete 453 000 Dollar und spielte in den USA bei guten Kritiken 1,4 Millionen Dollar ein.

Ein Zuschauer preist: "Jim Jarmusch-Filmen fehlt alles, was einen erfolgreichen Hollywood-Blockbuster ausmacht. Es gibt keine komplizierte Handlung, keine unerwarteten Wendungen, kein schnelles Tempo, keine Adrenalin-Action-Szenen, Spezialeffekte oder komplexe Dialoge. Man könnte daher einen langweiligen Streifen erwarten, aber 'Down by Law' ist alles andere als das. Indem er exzentrische, aber natürliche und überzeugende Charaktere mit guter Inszenierung und etwas verstimmter Musik kombiniert, erschafft Jarmusch eine spezifische Atmosphäre, die einen total vereinnahmt. Wann man darauf noch Roberto Benigni, der geboren wurde, um für komische Auflockerung zu sorgen, und Tom Waits setzt, der auch Songs für das Werk schrieb, ist Perfektion garantiert. Für mich ist der Film eine cineastische Meditation."



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