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Le passe - Das Vergangene - Tahar Rahim (Samir),...hmad)
Le passe - Das Vergangene - Tahar Rahim (Samir), Berenice Bejo (Marie), Ali Mosaffa (Ahmad)
© Carole Bethuel

TV-Tipp für Mittwoch (27.5.): Bérénice Bejo holt sich ihren Ehemann ins Haus

Arte zeigt FreeTV-Premiere "Das Vergangene"

"Das Vergangene", Arte, 20:15 Uhr
Ein Iraner (Ali Mosaffa) kehrt nach vier Jahren nach Paris zurück, um vor Gericht offiziell seine Ehe mit einer Französin (Bérénice Bejo) aufzulösen, die ihn bei sich, ihren Kindern und ihrem neuen Lebensgefährten (Tahar Rahim) einquartiert.

Nach seinem Oscar-gekrönten Triumph für "Jodaeiye Nader az Simin" ("Nader und Simin - eine Trennung") gelang Regisseur und Drehbuchautor Asghar Farhadi mit diesem französischen Drama direkt im Anschluss der nächste internationale Erfolg. Wieder erzählt der Filmemacher eine Beziehungs- beziehungsweise Trennungsgeschichte, diesmal aber über den Iran hinaus in Frankreich, wo vor Ort in Paris für umgerechnet 8 Millionen Dollar gedreht wurde.

Der wunderbar geschriebene, einfühlsam inszenierte und hervorragend gespielte fesselnde Film beweist wie der bekanntere Vorgänger Farhadi's Talent für fein abgestufte Dramatik.

"Le passé" feierte 2013 seine Uraufführung auf den Internationalen Filmfestspielen von Cannes, wo Bérénice Bejo den Preis als "Beste Darstellerin" erhielt. Bei den Golden Globes wurde die Produktion als "Bester fremdsprachiger Film" nominiert. Bei den Französischen Filmpreisen waren der Film, Regisseur Asghar Farhadi, sein Drehbuch, Hauptdarstellerin Bejo und Cutterin Juliette Welfling nominiert. Das mit durchweg guten Kritiken bedachte Werk lief in Frankreich mit 965 000 Zuschauern erfolgreich. Weltweit spielte die Produktion rund 11 Millionen Dollar ein. Das Co-Produktionsland Iran schickte den Streifen als Anwärter auf den Academy Award für den "Besten fremdsprachigen Film" nach Hollywood, wo er es allerdings nicht unter die fünf Nominierten schaffte.

Arte zeigt "Le passé" heute Abend als FreeTV-Premiere.

Kritiker Brian Johnson schrieb in "Maclean's Magazine": "Die Geschichte einer Scheidung entfaltet sich wie ein zwiebelhäutiges Rätsel aus Geheimnissen und Lügen. Der Film ist mit so vielen Enthüllungen durchsetzt, dass er hätte melodramatisch geraten können, wäre er nicht so vorzüglich umgesetzt."



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