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Machete - Danny Trejo
Machete - Danny Trejo
© Sony Pictures

TV-Tipp für Freitag (19.6.): Danny Trejo improvisiert

Pro7 zeigt "Machete"

"Machete", Pro7, 23:30 Uhr
Nachdem er von einem Mann (Jeff Fahey) im Zusammenhang mit einem Attentat auf einen US-Senatoren (Robert De Niro) reingelegt worden ist, nimmt ein mexikanischer Ex-Bundesagent (Danny Trejo) blutige Rache.

Ein chaotischer, brutaler, geist- und geschmackloser Streifen. Woraufhin Regisseur und Drehbuchautor Robert Rodriguez ("Alita: Battle Angel") nur fragen würde: "Und was ist jetzt das Negative?" Denn es ist ja gerade der Punkt dieses US-Thrillers, dass er mit seiner comic-haften Art die schlimmsten Z-Filme aufs Unterhaltsamste imitiert - allerdings mit einem Star-Aufgebot und einem Budget von 10 Millionen Dollar.

Die Figur des Machete hatte Rodriguez bereits in seinem Abenteuerfilm "Spy Kids" von 2001 auftauchen lassen. Für den zusammen mit Quentin Tarantino realisierten "Grindhouse" sechs Jahre später inszenierte Robert einen Trailer für einen vermeintlichen Action-Streifen namens "Machete" - und verspürte Lust, solch einen Film wirklich zu drehen. Dieser sollte als Bonus auf der Disc von "Planet Terror" - Rodriguez' Teilfilm in "Grindhouse" - erscheinen, doch dann entschied der Filmemacher, der "Machete" auch produzierte, eine vollwertige Kinoversion zu drehen.

Gedreht wurde in und um Austin im US-Bundesstaat Texas. Rodriguez feuert im Hintergrund seines drastischen und blutigen Trashs bitterböse Salven gegen die Ausbeutung illegaler Einwanderer in den USA, Fremdenfeindlichkeit, Drogenhandel und Korruption ab - und verankert das Ganze, so bitter und weit hergeholt es auch zu sein scheint, in der Realität.

"Machete" erhielt 2010 gute Kritiken, aber es erging ihm wie "Grindhouse" - zu wenige Zuschauer wollten sich die 20th Century Fox-Produktion ansehen, die wegen ihrer Gewaltdarstellungen auch nur strenge Altersfreigaben - in Deutschland zum Beispiel "Ab 18 Jahren" - erhalten hatte. Weltweit spielte das Werk bloß 45 Millionen Dollar ein.

Nichtsdestotrotz drehte Robert 2013 die Fortsetzung "Machete Kills".

Kritiker David Harris schrieb in "Spectrum Culture": "Der Film brachte mich zum Lachen, ließ mich in seinen blutigsten Momenten zusammen zucken und zeigte die andere Seite eines Themas, das die Rechten schon viel zu lange unerwidert ausgeschlachtet haben."



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