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Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2 -...liffe
Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2 - Daniel Radcliffe
© Warner Bros.

TV-Tipps für Samstag (12.12.): Daniel Radcliffe macht allem ein Ende

Sat1 zeigt "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2"

Am Samstagabend benötigen Spielfilmfans keine Fernbedienung - die besten Streifen strahlt Sat1 aus: Erst im Hauptprogramm das Meisterwerk und den spektakulären Schlusspunkt der "Harry Potter"-Saga "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2" und dann im Anschluss im Spätprogramm "Blade II" von Guillermo del Toro.

"Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2", Sat1, 20:15 Uhr
Harry (Daniel Radcliffe), Ron (Rupert Grint) und Hermine (Emma Watson) suchen nach Voldemort's verbliebenen Horcruxen, um den Dunklen Lord (Ralph Fiennes) zu zerstören, während die letzte Schlacht um Hogwarts tobt.

Es sollte klar sein, aber nur noch mal zur Sicherheit: Dieser US-Fantasy-Film aus dem Jahr 2011 bildet den Abschluss der "Harry Potter"-Saga, die acht Filme umfasst und von 2001 an die Kinowelt eroberte. Dies hier ist der achte und letzte Teil der Serie - wer hier einsteigt, muss die vorherigen Filme gesehen haben, sonst wird man keinen Schimmer haben, von was für "Horcruxen" ständig die Rede ist.

Die Entscheidung, den siebten und letzten Roman von J.K. Rowling auf zwei Filme aufzuteilen, roch nach Geschäftemacherei - die Romanvorlage "Harry Potter and the Deathly Hallows" aus dem Jahr 2007 ist nicht mal die seitenstärkste der sieben Bücher -, aber nachdem das Ergebnis so überzeugend ausfiel wie hier, mochte sich niemand mehr beschweren: Nicht die Kritiker, welche dieses Meisterwerk fast einhellig priesen, nicht die Zuschauer, die begeistert waren - und schon gar nicht der Kassenwart von Warner Brothers Pictures, der das weltweit beste Ergebnis der ganzen "Harry Potter"-Reihe bejubeln konnte, auch wenn er von den Zuschauerzahlen her gesehen hinter dem ersten Teil "Harry Potter and the Sorcerer's Stone" zurück blieb. Wahnwitzige 1,3 Milliarden Dollar spielte der Schlusspunkt der Saga ein und war damit der erfolgreichste Film des Jahres.

Spannend, visuell umwerfend, großartig gespielt, bringt Regisseur David Yates ("Fantastic Beasts and Where to Find Them") - dessen vierter "Harry Potter" dies ist - die Geschichte zu einem befriedigenden und angemessen magischen Ende. Gedreht worden war wie bei den Vorgängern in den Leavesden Studios und in den Pinewood Studios bei London sowie an verschiedenen Orten in England und Wales.

Für drei Oscars wurde die etwa 120 Millionen Dollar teure Produktion nominiert: Für die "Beste Maske", für die "Besten visuellen Effekte" und für die "Beste Ausstattung". Ein Britischer Filmpreis ging an das Visuelle Effekte-Team; nominiert waren noch Bühnenbildner, Maskenbildner und Tontechniker.

Kritiker Brad Keefe schrieb für "Columbus Alive": "Es ist ein bittersüßes Ende. Es fließen Tränen, sowohl aus Nostalgie als auch aufgrund der wirklich tollen Inszenierung."



"Blade II", Sat1, 22:50 Uhr
Der Halbvampir Blade (Wesley Snipes) muss sich mit den Vampiren verbünden, um die Reapers - mutierte Vampire - zu bekämpfen.

Blade, der erstmals 1973 in einem Marvel-Comic aufgetaucht war, hatte 1998 sein erfolgreiches Kinodebut gegeben. Sofort gaben New Line Cinema eine Fortsetzung in Auftrag, die erneut von David S. Goyer ("Terminator: Dark Fate") geschrieben wurde und für die wieder Wesley Snipes in die Titelrolle schlüpfte und den US-Horrorfilm auch produzierte.

Doch Snipes und seine Mitproduzenten mussten sich einen neuen Regisseur suchen, nachdem der englische "Blade"-Filmemacher Stephen Norrington die Fortsetzung, die zwei Jahre nach den Ereignissen des ersten Parts spielt, nicht drehen wollte. Die Wahl fiel auf den mexikanischen Regisseur Guillermo del Toro ("The Shape of Water"), der die Produzenten mit seinen Horrorfilmen "Cronos" und "Mimic" überzeugt hatte.

Del Toro filmte für 54 Millionen Dollar in den Barandov Studios im tschechischen Prag und in London und drehte nochmal an der Action-Schraube: Sein Werk ist noch wilder, überbordernder und stilvoller. In Sachen Handlung und Charakterentwicklung enttäuscht der Film indes.

"Blade II" kam 2002 und damit vier Jahre nach dem Original in die Kinos. Begleitet von wieder nur gemischten Kritiken gewann er sein Publikum erneut für sich. Nach weltweit 131 Millionen Dollar erreichte die Fortsetzung 155 Millionen Dollar. Grund genug für eine weitere und die bisher letzte Fortsetzung "Blade: Trinity", die 2004 starten und deutlich gegenüber den ersten beiden Teilen abfallen sollte.

"Total Film" urteilte: "Guillermo del Toro's Ziel ist brutal einfach: Er will unser Adrenalin zum Tanzen bringen. Zugegebenermaßen machen die Schwindel erregenden Bilder und das hektische Tempo den Stil zum Inhalt - aber was für ein Stil, was für Energie und was für eine verflucht gute Fortsetzung!"



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