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Die Geister, die ich rief - Bill Murray und Carol Kane
Die Geister, die ich rief - Bill Murray und Carol Kane
© Paramount Pictures Germany

TV-Tipp für Mittwoch (23.12.): Bill Murray lernt die Geister der Weihnacht kennen

Kabel1 zeigt "Die Geister, die ich rief"

"Die Geister, die ich rief", Kabel1, 20:15 Uhr
Ein egoistischer und zynischer TV-Produzent (Bill Murray) wird am Weihnachtsabend von drei Geistern heimgesucht.

Diese US-Komödie gehört in den USA zum festen Repertoire der Fernsehsender, wenn es auf Weihnachten zugeht. Als "Scrooged" - so der Originaltitel - 1988 in die Kinos kam, war das keineswegs eine ausgemachte Sache. Die Kritiken waren nur gemischt, und die Drehbuchautoren Mitch Glazer und Michael O'Donoghue waren ebenso wie Hauptdarsteller Bill Murray sauer, wie Regisseur Richard Donner ("The Goonies") das Skript in Szene gesetzt hatte - sie sprachen ganz offen von einer verpassten Chance eines wesentlich witzigeren und weniger derben Streifens. Schon während der Dreharbeiten waren die unterschiedlichen Ansichten aufeinander geprallt, so dass Murray die Arbeit an der 32 Millionen Dollar teure Paramount Pictures-Produktion als eine "schlimme Erfahrung" bezeichnete. Aber die Zuschauer sprangen auf das Werk an - weltweit erwarben sie Kinokarten im Wert von 100 Millionen Dollar.

"Scrooged" basiert - wie der Titel bereits andeutet - auf der klassischen Novelle "A Christmas Carol" des englischen Autoren Charles Dickens aus dem Jahr 1843, hier unterhaltsam modernisiert und mit Bill in feiner Form. Allerdings kommen sich die verschiedene Elemente wie Spezialeffekte, krasser Humor und Nachdenklichkeit teilweise in die Quere, und die Fiesheiten stoßen unangenehm auf.

Die Maskenbildner wurden für den Oscar nominiert.

Eine Zuschauerin lobt: "Denjenigen, die den Zynismus des Films mögen, gefällt der herzige Schluss nicht. Denjenigen, die den Schluss mögen, gefällt der Zynismus nicht. Ich finde, dass Richard Donner es großartig gelungen ist, beides zu verbinden. Der Zynismus hat heute vielleicht sogar noch eine größere Relevanz als vor 30 Jahren. Damals waren die Yuppies neu und ritten ganz oben auf der Zeitgeistwelle. Die Endzwanziger profitierten von den Reagonomics und lebten für den Kapitalismus. Da war es eine neue Idee, die Manager zu gemahnen, dass es sich auch bezahlt macht, ein Herz zu haben. Interessanterweise spielte das auch eine Rolle, als Charles Dickens 1843 die Geschichte schrieb."



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