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White House Down - Channing Tatum
White House Down - Channing Tatum
© Sony Pictures

TV-Tipp für Donnerstag (18.2.): Channing Tatum räumt im Weißen Haus auf

Vox zeigt "White House Down"

"White House Down", Vox, 20:15 Uhr
Während einer Besucher-Tour mit seiner Tochter durch das Weiße Haus ergreift ein Polizist (Channing Tatum) die Initiative, um sein Kind zu retten und den US-Präsidenten (Jamie Foxx) zu beschützen, als eine Gruppe schwer bewaffneter Paramilitärs das Weiße Haus angreift.

Da hatten Roland Emmerich ("Independence Day") und Columbia Pictures Pech: Als sie im Juni 2013 mit diesem US-Thriller auf die Leinwände kamen, hatten die Kinogänger ihren Film bereits im März gesehen, und zwar als "Olympus Has Fallen". Millenium Films hatten das Wettrennen um die beiden Produktionen, die von einem Angriff auf das Weiße Haus durch Terroristen handeln, gewonnen. Auch wenn die Kritiker "White House Down" für den besseren Film hielten, war das Interesse der Besucher an einem zweiten Aufguss begrenzt, so dass die 150 Millionen Dollar teure Produktion mit 73 Millionen Dollar Umsatz in Nordamerika nur mäßig abschnitt. Columbia-Mutter Sony schob denn auch das schlechte Geschäft des Jahres 2013 explizit Emmerich's Film in die Schuhe. Das ist aber nur die halbe Wahrheit: Aus dem Ausland kamen 132 Millionen Dollar dazu, so dass sich das weltweite Einspiel von insgesamt 205 Millionen Dollar nicht schlecht ausnahm - Konkurrent "Olympus Has Fallen" war auf lediglich 170 Millionen Dollar gekommen.

Der Regisseur hatte das Drehbuch von James Vanderbilt in den Filmstudios im kanadischen Montreal und in Washington D.C. verfilmt und ließ es wieder mal so richtig krachen - und zerstörte zum vierten Mal das Weiße Haus. Wer einen Film sehen möchte, in dem der US-Präsident aus einem fahrenden Auto auf dem Rasen des Weißen Hauses versucht, mit einer Flugabwehrrakete auf Terroristen zu schießen, muss nicht länger suchen. Das Ganze ist auf sympathische Weise vollkommen übergeschnappt und profitiert von der Chemie zwischen Channing Tatum und Jamie Foxx, aber Emmerich steht sich mit den vielen Klischees, den fehlenden Überraschungen und der zu hektisch geschnittenen Action manchmal auch selbst im Weg.

"White House Down" erhielt gemischte Kritiken. Einer der Fürsprecher war Rich Cline in "Contactmusic": "Der Film mag genauso aussehen wie Gerald Butler's allzu ernster 'Olympus Has Fallen', aber in Wahrheit ist er dessen schicker, alberner junger Bruder. Ein Streifen, der einem gefällt, obwohl er es eigentlich nicht sollte."



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