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Illuminati - Tom Hanks
Illuminati - Tom Hanks
© Sony Pictures

TV-Tipps für Samstag (20.2.): Tom Hanks will Rom sehen, aber nicht sterben

Vox zeigt "Illuminati"

Am Samstagabend haben die Privaten ein Kontrast- im Hauptprogramm. Das jüngere Publikum lockt Sat1 mit der FreeTV-Premiere des Animationsstreifens "Smallfoot", während auf Vox der Dan Brown-Reißer "Illuminati" mit Tom Hanks läuft.

"Smallfoot", Sat1, 20:15 Uhr
Ein junger Yeti (gesprochen von Kostja Ullmann, im Original von Channing Tatum) macht sich mit ein paar Gleichgesinnten auf die Suche nach den mythischen Menschen.

Dieser US-Animationsstreifen stellt die bekannte Ausgangslage, dass manche Menschen versuchen, die Existenz des sagenumwobenen Himalaya-Wesens Yeti zu beweisen, amüsant auf den Kopf. Basierend auf dem unveröffentlichten Kinderbuch "Yeti Tracks" von Sergio Pablos, der auch die Vorlage zu "Despicable Me" geliefert hatte, reicherte Regisseur und Drehbuchautor Karey Kirkpatrick die Handlung noch um eine zeitgemäße Botschaft bezüglich fake news und "alternativer Fakten" an, die auch Erwachsene ansprechen dürfte. Das jüngere Publikum unterhält der farbenprächtige Streifen ohnehin.

Das Animationsteam der Warner Animation Group hinter dieser Produktion hatte in den Jahren zuvor bereits drei "LEGO"-Animationsstreifen und "Storks" erschaffen. Jetzt hatten die Filmemacher satte 80 Millionen Dollar zur Verfügung, die sie - glaubt man den guten Kritiken - auch weise einsetzen. Mit weltweit 214 Millionen Dollar Umsatz lief die Warner Brothers Pictures-Produktion 2018 erfolgreich.

Kritikerin Andrea Gronvall schrieb in "Chicago Reader": "An die Höhen von Pixar kommt dieser Film nicht heran, erinnert aber mit seiner Energie, seinem Einfallsreichtum und dem subversiven Humor an die goldenen Zeiten der 'Looney Tunes' bei Warner Bros."



"Illuminati", Vox, 20:15 Uhr
Der Harvard-Symbolexperte Robert Langdon (Tom Hanks) versucht, Morde im Vatikan aufzuklären und einen terroristischen Anschlag auf den Kirchenstaat zu verhindern.

2003 hatten Columbia Pictures die Rechte an den Dan Brown-Romanen "Angels and Demons" ("Illuminati") von 2000 und "The Da Vinci Code" ("Sakrileg") von 2003 erworben, als "The Da Vinci Code" ein Welterfolg wurde. Statt der eigentlich ersten Geschichte um den Symbole-Forscher Robert Langdon gingen Columbia zuerst den zweiten Roman "The Da Vinci Code" an, da Regisseur Ron Howard ("Solo: A Star Wars Story") vielleicht nicht zu Unrecht meinte, dies sei der wesentlich bekanntere der beiden Romane und damit der bessere Türöffner zu einer erfolgreichen Kriminalfilmreihe.

2006 kam "The Da Vinci Code" auf die Leinwände, wurde ein gigantischer Erfolg mit weltweit 758 Millionen Dollar Umsatz und der zweiterfolgreichste Streifen des Jahres hinter "Pirates of the Caribbean: Dead Man's Chest". Damit war die Fortsetzung mit "Angels and Demons" gesetzt, für den die Dreharbeiten im Februar 2008 beginnen sollten. Doch der Streik der Drehbuchautoren machte den Filmemachern einen Strich durch die Rechnung - erst im Juni konnte Howard in Rom mit der Arbeit beginnen.

Neben dem Regisseur kamen mit Drehbuchautor Akiva Goldsman, Kameramann Salvatore Totino und Komponist Hans Zimmer die Hauptprotagonisten von "The Da Vinci Code" zurück, ebenso wie Hauptdarsteller Tom Hanks. Die Katholische Kirche erteilte keine Drehgenehmigung für den Vatikan oder die römischen Stadtkirchen, so dass man in den Palast von Caserta und die Biblioteca Angelica auswich, die für das Innere des Vatikans und dessen Bibliothek einstanden. Der Rest entstand in den Sony Studios in Los Angeles in einer Kombination aus Nachbauten und computergenerierten Bildern.

Der ersten Dan Brown-Adaption war vorgeworfen worden, dass sie viel zu langsam und dialoglastig war - bei dieser Fortsetzung bemühte sich Ron, auf das Gaspedal zu drücken, und lieferte einen flotten Nervenkitzel mit schönen Schauwerten ab, dessen Handlung allerdings abwechselnd zwischen unglaubwürdig und schlichtweg lächerlich flippert.

Allgemein wurde "Angels and Demons" als etwas stärker als der Vorgänger wahrgenommen, aber auf bescheidenem Niveau, wie die überwiegend negativen Kritiken zeigten. Mit 486 Millionen Dollar weltweit wurde der US-Kriminalfilm wieder ein Riesenerfolg, blieb aber deutlich unter dem Ergebnis von "The Da Vinci Code". Das reichte indes, um den vierten Roman "Inferno" anzugehen, der acht Jahre darauf folgen sollte.

Kritiker Matthew Razak schrieb im "Examiner": "Ein wunderbares Stück cineastischer Schaumschlägerei, die die Augen auf die Leinwand bannt und das Gehirn wenigstens teilweise beschäftigt hält."



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