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Der rosarote Panther kehrt zurück - Peter Sellers
Der rosarote Panther kehrt zurück - Peter Sellers
© United Artists

TV-Tipp für Montag (29.3.): Peter Sellers feiert ein Comeback

Arte zeigt "Der rosarote Panther kehrt zurück"

"Der rosarote Panther kehrt zurück", Arte, 22:15 Uhr
Als der berühmte Diamant Pink Panther erneut gestohlen wird und alles auf den Dieb "Das Phantom" alias Charles Litton (Christopher Plummer) hindeutet, wird Inspector Jacques Clouseau (Peter Sellers) auf den Fall angesetzt.

Mitte der Siebziger hatten die Karrieren des amerikanischen Regisseurs und Drehbuchautoren Blake Edwards ("Breakfast at Tiffany's") und des englischen Schauspielers Peter Sellers ihre jeweiligen Tiefpunkte erreicht. United Artists wollten daher keinen weiteren Streifen von Edwards über den inkompetenten Inspector Clouseau, den er und Sellers 1963 und 1964 so erfolgreich in "The Pink Panther" und "A Shot in the Dark" auf die Leinwand gebracht hatten und den Edwards wiederbeleben wollte, mehr finanzieren. Insbesondere Sellers galt als Kassengift, seine Karriere schien beendet. Von den neun Produktionen, die der Mime zwischen 1970 und 1974 gedreht hatte, waren fünf gefloppt und drei nicht einmal ins Kino gekommen.

Da fügte es sich glücklich, dass es wenigstens in Großbritannien noch einen Produzenten gab, der an das Duo Edwards-Sellers, den rosaroten Panther und Inspector Clouseau glaubte: Lew Grade erklärte sich bereit, ein 5 Millionen Dollar teures Budget aufzusetzen, und United Artists überließen ihm die Verfilmungsrechte an den Figuren für eine Gewinnbeteiligung und die Verleihrechte.

Edwards drehte in den Shepperton Studios und in den Twickenham Studios nahe London sowie vor Ort in Gstaad in der Schweiz, im französischen Nizza und in Marokko, das für das fiktive Lugasch einstand.

Sowohl der Filmemacher als auch sein Star - der hier erstmals seinen völlig überkandidelten "französischen" Akzent einsetzte - bewiesen, dass sie nichts von ihren Künsten verlernt hatten, und präsentierten sich in Hochform. Mit erfrischend schrägem Humor und vielen irrwitzig ausgespielten Slapstick-Szenen entwickelte sich diese britische Komödie zu einem Triumph.

Was zunächst wie ein Karriere-Notnagel ausgesehen hatte, wurde von den Kritikern gelobt, mit 75 Millionen Dollar Umsatz ein weltweiter Riesenerfolg im Jahr 1975 und erhielt drei Golden Globe-Nominierungen für den Film, Hauptdarsteller Peter Sellers und Komponist Henry Mancini. Edwards und Sellers kosteten ihr doppeltes Karriere-Comeback mit zwei direkt aufeinander folgenden Fortsetzungen in den Jahren 1976 und 1978 aus.

Ein Zuschauer schwärmt: "Peter Sellers ist hier so unglaublich witzig, dass selbst seine Mitspielerin Catherine Schell sich in einigen Szenen nicht mehr beherrschen kann und in Giggeln ausbricht. Die Komik ist großartig und mit einer gewissen Zurückhaltung serviert, so dass alles exzentrisch, aber nicht vollkommen übertrieben wirkt - Absurdität ist nur wirklich witzig, wenn sie sich in einem Rahmen von Glaubwürdigkeit abspielt. Die Farce ist wunderbar gespielt und tadellos getimt. Ich kann Peter Sellers immer und immer wieder zuschauen, wie er Türklingeln zerstört, Telephone 'repariert', mit seinem Wagen in den Swimming Pool fährt und sich als lächerlicher Playboy Guy Gadbois verkleidet."



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