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The Nice Guys - Berufsschläger Jackson Healy (Russell...setzt
The Nice Guys - Berufsschläger Jackson Healy (Russell Crowe) wird auf Holland March (Ryan Gosling) angesetzt
© Concorde / Daniel McFadden

TV-Tipps für Samstag (19.6.): Russell Crowe und Ryan Gosling sind nett zueinander

ZDF zeigt "The Nice Guys"

Am Samstagabend müssen sich Spielfilm-Fans entscheiden: Schauen sie im Spätprogramm der Öffentlich-Rechtlichen Dramatisches auf 3sat mit Nicole Kidman und Aaron Eckhart in "Rabbit Hole" oder ist ihnen eher nach vergnüglicher Action mit Ryan Gosling und Russell Crowe als "The Nice Guys" im ZDF?

"Rabbit Hole", 3sat, 23:05 Uhr
Das Leben eines Paares (Nicole Kidman und Aaron Eckhart) wird auf den Kopf gestellt, nachdem ihr junger Sohn in einem Unfall gestorben ist.

Dieses US-Drama ist kein einfaches Sehvergnügen und schon gar keine massenkompatible Hollywood-Unterhaltung, so dass es nicht verwundert, dass Verleiher Lionsgate Films die Independent-Produktion im Jahr 2010 nur mit wenigen Kopien als Programmkinotitel startete. Das Vorgehen ging auf: Weltweit spielte der 3 Millionen Dollar teure Streifen, der gute Kritiken erhielt, 5 Millionen Dollar ein.

Für diejenigen, die eine Eintrittskarte erwarben, lohnte sich der Kinobesuch: "Rabbit Hole" packt mit seinem gut geschriebenen Drehbuch und den überzeugenden Darstellungen, insbesondere von Produzentin und Hauptdarstellerin Nicole Kidman, die für den Academy Award, den Golden Globe und den Screen Actors Guild nominiert wurde. Der damals 22 Jahre alte Miles Teller gab hier sein Debut.

Das Werk basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück von David Lindsay-Abaire aus dem Jahr 2006; der Autor adaptierte es selbst für die Leinwand, und John Cameron Mitchell verfilmte es im New Yorker Stadtteil Queens.

Kritikerin Debbie Lynn Elias schrieb in "Behind the Lens": "Eine emotional komplexe, offene und ehrliche Reise mit einer unerschrockenen Authentizität und Aufrichtigkeit der menschlichen Verfassung, gekrönt von einer fesselnden Darstellung von Nicole Kidman."



"The Nice Guys", ZDF, 23:30 Uhr
In Los Angeles im Jahr 1977 ermittelt ein ungleiches Detektivpaar (Russell Crowe und Ryan Gosling) im Fall eines verschwundenen Mädchens und des geheimnisvollen Todes eines Porno-Stars.

So kann es gehen. "Nach 13 Jahren fällt innerhalb von drei Tagen alles an seinen Platz", fasste Regisseur und Drehbuchautor Shane Black ("The Predator") die Vorproduktionsgeschichte dieser US-Komödie zusammen.

Seit 2001 hatte sich der Filmemacher vergeblich bemüht, sein Drehbuch in Szene zu setzen. Mitte der Nuller erarbeitete Black eine Fassung für den Pilotfilm einer TV-Serie auf CBS, was sich auch zerschlug, weil sein Werk die Fernsehzensur nicht passiert hätte. Als Shane nach seinem erfolgreichen "Iron Man 3" im Jahr 2013 von Produzent Joel Silver gefragt wurde, bei welchem Projekt er als nächstes Regie führen wolle, nannte der Regisseur "The Nice Guys". Silver gab ihm dafür grünes Licht, und Black schickte sein Skript an Russell Crowe und Ryan Gosling, die jeweils sofort zusagten. Shane hatte einen Film. Und ein Budget in Höhe von 50 Millionen Dollar.

Gedreht wurde nicht in Los Angeles, sondern in Atlanta und Decatur im US-Bundesstaat Georgia, wobei Ausstatter Richard Bridgland sein Bestes gab, zum Einen die Südstaat-Städte wie Los Angeles aussehen zu lassen, und zum Anderen in Details die Siebziger wieder auferstehen zu lassen.

"The Nice Guys" bringt eine weitere gelungene Variante des "ungleichen Paares" auf die Leinwand, diesmal mit einem cleveren Skript, Black's Freude an irrwitzigen Situationen und der unwiderstehlichen Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern.

Die Kritiker empfohlen 2016 den Besuch dieser Warner Brothers Pictures-Produktion wärmstens, doch nur allzu wenige Zuschauer wollten diesem Rat offenbar folgen. Mit einem weltweiten Einspiel von 63 Millionen Dollar floppte das Werk.

Kritiker Alex Casey schrieb in "New Zealand Herald": "Hier gibt es genauso viele Lacher wie Pistolenschüsse, und Ryan Gosling's Slapstick und Russell Crowe's trockene Dialoge bringen die notwendige Leichtigkeit ins Dunkel."



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