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Die Nacht der Generale mit Donald Pleasance, Peter...harif
Die Nacht der Generale mit Donald Pleasance, Peter O'Toole, Charles Gray und Omar Sharif
© Sony Pictures

TV-Tipps für Sonntag (20.2.): Omar Sharif ermittelt unter Seinesgleichen

Arte zeigt "Die Nacht der Generale"

Am Sonntagabend ist Spannung für Spielfilm-Fans angesagt - auch in direkter TATORT-Konkurrenz. Auf Arte ermittelt Omar Sharif im Hauptprogramm in dem britischen Krimi "Die Nacht der Generale", gefolgt von Denzel Washington im US-Thriller "Mann unter Feuer", den Sat 1 im Spätprogramm ausstrahlt.

"Die Nacht der Generale", Arte, 20:15 Uhr
1942 wird im von den Deutschen besetzten Warschau eine polnische Prostituierte ermordet. Der Verdacht fällt auf drei deutsche Generäle (Charles Gray, Donald Pleasance und Peter O'Toole), und Major Grau (Omar Sharif) vom deutschen Geheimdienst versucht inmitten der während des Krieges begangenen Abscheulichkeiten Gerechtigkeit herzustellen.

Der deutsche Bestseller-Autor Hans Hellmut Kirst konnte 1962 mit seinem Roman "Die Nacht der Generale" einen Welterfolg landen, der auch die Filmindustrie auf das Buch aufmerksam werden ließ. Der renommierte US-Produzent Sam Spiegel ("Lawrence of Arabia") erwarb die Rechte und engagierte für diesen britischen Kriminalfilm vor historischer Kulisse den aus der Ukraine stammenden, aber schon seit den Dreißigern international arbeitenden Anatole Litvak ("Sorry, Wrong Number"). Dieser konnte viele Szenen vor Ort in Warschau drehen, was in Zeiten des Kalten Krieges außergewöhnlich war.

Die Figur des General Tanz, dem der starke Peter O'Toole geniale Präsenz verlieh, basierte dabei auf der wahren Figur des SS-Standartenführers und Kriegsverbrechers Joachim Peiper. O'Toole erhielt für seine Leistung den Italienischen Filmpreis als "Bester fremdsprachiger Schauspieler".

Über die spannende und gut gespielte Columbia Pictures-Produktion aus dem Jahr 1967, die allerdings etwas viel in seine überlange Spielzeit hineinpacken will - so die Verschwörung des Attentats auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 - befindet ein Zuschauer: "Ein exzellenter Film voller Intrigen und Spannung, der zu den wenigen gehört, die historische Fakten und Erfindungen bewundernswert erfolgreich zu verbinden wissen."



"Mann unter Feuer", Sat1, 22:50 Uhr
In Mexico City schwört ein ehemaliger Auftragsmörder und Personenschützer (Denzel Washington) Vergeltung an denjenigen, die eine unausprechliche Grausamkeit an der Familie begangen haben, die er beschützen sollte.

Noch bevor sich der britische Regisseur Tony Scott 2012 mit einem Sprung von einer Brücke das Leben nahm, hatten er und sein Lieblings-Hauptdarsteller Denzel Washington über einen weiteren gemeinsamen Film - es wäre ihre sechste Zusammenarbeit gewesen - gesprochen. Dazu kam es leider nicht - die Depressionen waren am Ende stärker als die Lust am Filmemachen. "Unstoppable" bleibt so die letzte Kooperation der beiden Künstler, die 1995 mit "Crimson Tide" begonnen hatte.

Aus der Mitte dieser Zusammenarbeit stammt dieser mitreißende US-Thriller aus dem Jahre 2004. Wie immer bei Scott gibt es viel stilisierte Gewalt, schnelle Schnitte und spektakulär inszenierte Action zu sehen. Mit diesem spannenden Streifen erhielt die damals neunjährige Dakota Fanning nach "Ich bin Sam" eine weitere größere Rolle und sorgte für ein bisschen Menscheln in diesem Orkan von Gewalt und Feuer. In weiteren Nebenrollen sind Radha Mittchell, Christopher Walken und Mickey Rourke zu sehen.

Der Film beruht auf dem Roman "Man on Fire", der auf Deutsch als "Der Söldner" erschien, von A.J. Quinell aus dem Jahr 1980. Während also der Film durch die Einblendungen den Anschein erwirkt, er erzähle eine wahre Geschichte, ist das Ganze reine Fiktion. Bereits 1987 war das Buch in Frankreich verfilmt worden. Im Roman und in der ersten Verfilmung spielt die Handlung in Italien und dementsprechend ist die Mafia involviert. Während 20th Century Fox auch den 70 Millionen Dollar teuren US-Streifen dort verankern wollten, sprach sich Scott für Mexiko aus, weil dort Entführungsfälle Anfang der nuller Jahre viel mehr an der Tagesordnung waren.

Während die Kritiker "Man on Fire" wegen der ihrer Ansicht nach in der zweiten Hälfte übertriebenen Brutalität in der Mehrheit ablehnten, kam der Film beim Publikum wesentlich besser an und wurde mit einem weltweiten Einspiel von 130 Millionen Dollar ein solider Erfolg.

Ein Zuschauer lobt: "Die Brillanz des Films lebt von der Beziehung zwischen Denzel Washington's einsamen Wolf und Dakota Fanning's Tierjunges. Ihre Chemie verleiht dem Film sein Herz und seine Seele, bevor das Vergeltungsblut vergossen wird."



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