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Erbarmungslos - Clint Eastwood
Erbarmungslos - Clint Eastwood
© Warner Bros.

TV-Tipp für Mittwoch (2.3.): Clint Eastwood nimmt einen letzten Job an

Kabel1 zeigt Meisterwerk "Erbarmungslos"

"Erbarmungslos", Kabel1, 23:20 Uhr
Ein Farmer und ehemaliger Revolverheld (Clint Eastwood) nimmt widerwillig einen letzten Job an, wobei ihm sein alter Partner (Morgan Freeman) und ein junger Mann (Jaimz Woolvett) helfen.

Bereits 1983 hatte Regisseur Clint Eastwood ("Gran Torino") die Verfilmungsrechte des Drehbuchs zu "Unforgiven" - so der Originaltitel dieses US-Westerns - erworben. Doch Eastwood wusste, dass er noch ein paar Jahre vergehen lassen musste, bis er die Reife als Regisseur und Hauptdarsteller erreicht haben würde. Knapp ein Jahrzehnt später verfilmte er das Skript von David Webb Peoples schließlich im kanadischen Alberta für 14 Millionen Dollar.

Clint unterzog das Western-Genre, dem er seinen Karrierestart in den Sechzigern verdankte, einer kritischen Revision und damit postmodernen Betrachtungsweise: Was macht Gewaltausübung mit einem Menschen? Wie entsteht sie und breitet sich aus? Gekonnt schmirgelte er so ironisch nicht nur den Lack seiner eigenen Leinwandpersönlichkeit, sondern auch des Hollywood-Westerns insgesamt ab.

Eastwood widmete den Film im Abspann den Regisseuren, die zugleich Mentoren für ihn gewesen waren: Sergio Leone und Don Siegel.

"Unforgiven" wurde 1992 ein großer Erfolg bei Kritik und Publikum. Weltweit spielte das Meisterwerk 159 Millionen Dollar ein. Bei den Academy Awards gab es vier Oscars für den Film, Regisseur Clint Eastwood, Nebendarsteller Gene Hackman und Cutter Joel Cox. Nominiert waren zudem Drehbuchautor David Webb Peoples, Hauptdarsteller Clint Eastwood, Kameramann Jack N. Green, die Ausstattung und der Ton. Bei den Golden Globes gewannen Regisseur Eastwood und Nebendarsteller Hackman; nominiert waren zudem der Film und das Drehbuch. Bei den Britischen Filmpreisen wurde Nebendarsteller Hackman mit einem BAFTA Award ausgezeichnet; im Rennen lagen zudem der Film, Regisseur Eastwood, Drehbuchautor Peoples, Kameramann Jack N. Green und die Tontechniker.

2004 nahm die US-Library of Congress den Film ins National Film Registry als "kulturell, historisch oder ästhetisch bedeutsames" Werk auf, um es der Nachwelt zu erhalten.

Ein Zuschauer schreibt: "Was diesen Film so großartig macht, ist Clint Eastwood selbst im Kontext seiner eigenen Geschichte im Western-Film. Das ist aber nur das Sahnehäubchen. Sein Charakter kann seiner Vergangenheit nicht entkommen und wird wieder zu seiner eigenen Legende stilisiert, während die Grenzen zwischen Gut und Böse zur Unkenntlichkeit verwischt werden. Wer ist gut? Wer ist böse? Wer verdient es zu sterben? Wie Clint es im Film sagt: 'Verdienen hat nichts damit zu tun.'"



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