Am 28.01.2026 (Mittwoch) zeigte MDR den Spielfilm "Jakob, der Lügner" von Frank Beyer im Fernsehen. Wann und wo der Streifen noch einmal ausgestrahlt wird, ob nur online oder auch im klassischen Fernsehen, erfahren Sie hier.
Sie haben den Film von Frank Beyer um 00:55 Uhr im TV verpasst, wollen "Jakob, der Lügner" aber definitiv sehen? Schauen Sie doch mal in der MDR-Mediathek vorbei. Dort finden Sie zahlreiche TV-Beiträge nach der Ausstrahlung online als Video on Demand zum streamen. In der Regel finden Sie die Sendung nach der TV-Ausstrahlung in der Mediathek vor. Doch leider gilt das nicht für alle Sendungen. Eine Wiederholung bei MDR im linearen TV wird es in nächster Zeit leider nicht geben.
"Jakob, der Lügner" im TV: Darum geht es in dem Drama
Der jüdische Friseur Jakob Heym (Vlastimil Brodsky) lebt 1944 in einem Ghetto irgendwo im besetzten Polen. Wegen angeblicher Überschreitung der Ausgangsperre soll er sich eines Tages beim Gestapo-Revier melden, kommt jedoch wider Erwarten mit dem Leben davon. Der Zufall will es, dass Jakob bei der Gestapo aus dem Radio eine Nachricht über den Anmarsch der Russen aufschnappt. Diese Meldung wirkt für Jakob wie ein Lebenselixier und sie soll auch seinen Freunden neuen Lebensmut geben. Damit diese ihm einerseits die Nachricht glauben und andererseits nicht für einen Gestapo-Spitzel halten, wenn er erzählt, dass er die Nachricht bei der SS aufgeschnappt hat, muss Jakob lügen. Er gibt vor, ein Radio zu besitzen. Doch damit beginnt Jakobs tragikomischer Leidensweg. Tagtäglich wollen alle Neues von ihm wissen: Über den Frontverlauf, die Weltpolitik und vieles mehr. Selbst die kleine Lina (Manuela Simon), die er versteckt hält, ist neugierig. Hoffnung breitet sich im Ghetto aus, die Selbstmorde hören auf, Zukunftspläne über ein Leben ohne den gelben Stern werden geschmiedet. Und Jakob lügt weiter, ist doch die Hoffnung in ihrer Situation noch wichtiger als das Stück Brot. Doch allmählich wird die Illusion zum Selbstbetrug. Jakob erträgt die sich selbst aufgebürdete Last nicht mehr und vertraut sich seinem Freund Kowalski (Erwin Geschonneck) an. Der Hoffnung beraubt, nimmt sich dieser das Leben. Als für alle der Deportationsbefehl kommt, entdeckt auch Lina die Wahrheit. Dennoch war für sie eine kurze Weile die graue Ghetto-Wirklichkeit bunt geworden. Das Drehbuch zu "Jakob der Lügner" reichte Jurek Becker, der als Kind selbst einige Jahre im Ghetto und mehreren Konzentrationslagern verbrachte, schon 1965 bei der DEFA ein. Regie sollte Frank Beyer führen. Doch der fiel durch "Spur der Steine" in Ungnade und durfte vorerst keinen Film drehen. So arbeitete Jurek Becker das Thema zu einem Roman um, der den Autor 1968 auch international bekannt machte. (Quelle: MDR, übermittelt durch FUNKE Programmzeitschriften)
"Jakob, der Lügner" im TV: Alle Infos und Schauspieler auf einen Blick
Bei: MDR
Von: Frank Beyer
Mit: Vlastimil Brodský, Erwin Geschonneck, Henry Hübchen, Blanche Kommerell, Manuela Simon, Dezsö Garas, Zsuzsa Gordon, Friedrich Richter, Margit Bara, Reimar J. Baur und Armin Mueller-Stahl
Drehbuch: Jurek Becker
Kamera: Günter Marczinkowsky
Musik Joachim Werzlau
Genre: Drama und Humor
Produktionsjahr: 1975
FSK: Ab 12 Jahren freigegeben
Originaltitel: "Jakob, der Lügner"
Untertitel: Ja
In HD: Ja
Audiodeskription: Ja
