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"Anders krank - Warum wir Frauenmedizin brauchen" bei 3sat verpasst?: Wiederholung der Dokumentation online und im TV

Wann und wo Sie die Wiederholung der Dokumentation "Anders krank - Warum wir Frauenmedizin brauchen" vom Donnerstag (05.03.2026) schauen können, ob nur im TV oder auch digital in der Mediathek, erfahren Sie hier.

Wenn Sie die Sendung "Anders krank - Warum wir Frauenmedizin brauchen" bei 3sat nicht sehen konnten: Hier könnte die 3sat-Mediathek nützlich sein. Dort finden Sie zahlreiche TV-Beiträge nach der Ausstrahlung online als Video on Demand zum streamen. In der Regel finden Sie die Sendung nach der TV-Ausstrahlung online vor. Leider gilt das nicht für alle Sendungen. Eine Wiederholung bei 3sat im klassischen TV wird es in nächster Zeit leider nicht geben.

"Anders krank - Warum wir Frauenmedizin brauchen" im TV: Darum geht es in der Dokumentation

In der Medizin gelten Männer als Norm. Frauen haben ein doppelt so hohes Risiko, an Herzinfarkt zu sterben, kämpfen eher mit Nebenwirkungen von Arzneien und leben mit unerkannten Krankheiten. Abseits biologischer Unterschiede finden Frauen oft kein Gehör. Der Schmerz des Mannes wird ernst genommen, Frauen kämpfen bis heute gegen den Mythos der "hysterischen Frau". Die Dokumentation sucht nach den Ursachen dieser Ungleichbehandlung. Für die über 80-jährige österreichische Schriftstellerin Erica Fischer kam die Notversorgung gerade noch rechtzeitig. Sie überlebte einen Herzinfarkt, weil sie die Symptome erkannte. Der Sanitäter hätte sie nach Hause geschickt. "Frauen erleben Symptome anders", weiß Gendermedizinerin Alexandra Kautzky-Willer von der Universität Wien. "Doch das ist nur eine von vielen Problemzonen einer auf Männer-basierten Medizin." Medikamente wurden lange ausschließlich an Männern erprobt, die seit Jahrhunderten im Fokus der Forschung stehen. Doch Frauen sind anders krank, dies wurde in der Coronapandemie weithin sichtbar: So zeigen sie kaum schwere Verläufe, dafür teils heftige Impfreaktionen. Die Wahrscheinlichkeit an Long COVID zu erkranken, ist insbesondere für jüngere Frauen fünfmal höher. "Frauen haben ein starkes Immunsystem", erklärt Alexandra Kautzky-Willer. "Doch dieses kann sich gegen den Körper richten. Deshalb sind Autoimmunerkrankungen bei Frauen häufig, erkannt werden die allerdings oft lange nicht." Das liege an der DNA eines Systems, das auf sexistischen Frauenbildern beruhe, meint die feministische Kulturwissenschafterin Elinor Cleghorn. Cleghorn hat die seltene Autoimmunerkrankung Lupus Erythematodes. Erst nach acht Jahren erhielt sie die Diagnose: "Ein einfacher Bluttest hätte gereicht, doch den hat kein Arzt gemacht. Erst als ich nach meiner zweiten Schwangerschaft fast gestorben wäre, ist man meinen Symptomen auf den Grund gegangen. (Quelle: 3sat, übermittelt durch FUNKE Programmzeitschriften)

"Anders krank - Warum wir Frauenmedizin brauchen" im TV: Alle Infos nochmal auf einen Blick

Thema: Dokumentation

Bei: 3sat

Produktionsjahr: 2023

Länge: 51 Minuten

In HD: Ja



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