Am Sonntag (12.04.2026) lief "Bach: Passionsoratorium" im TV. Wann und wo Sie das Klassikkonzert als Wiederholung schauen können, ob nur im Fernsehen oder auch online in der Mediathek, lesen Sie hier.
Wenn Sie die Sendung "J. S. Bach: Passionsoratorium BWV Anh. 169 - Bachs "Unvollendete"" bei Arte nicht schauen konnten: Schauen Sie doch mal in der Arte-Mediathek vorbei. Diese bietet online zahlreiche TV-Beiträge als Video on Demand zum streamen - auch und vor allem nach der jeweiligen Ausstrahlung im Fernsehen. In der Regel finden Sie die Sendung nach der TV-Ausstrahlung online vor. Leider gilt das nicht für alle Sendungen. Eine Wiederholung im linearen TV wird es bei Arte in der nächsten Zeit leider nicht geben.
"Bach: Passionsoratorium" im TV: Darum geht es in "Ensemble Il Gardellino"
Die Musikgeschichte ist voller Rätsel und Überraschungen. Gibt es so etwas wie Johann Sebastian Bachs Unvollendete? Präziser: eine unvollendete Passion? Seit fast 150 Jahren rätselt die Bachforschung über ein verschollenes Passionsoratorium des Thomaskantors. Zumindest fand sich in der Forschungsbibliothek im Gothaer Schloss ein gedrucktes Libretto, das der Dichter Picander - einer von Bachs Lieblingslibrettisten - 1725 veröffentlicht hat. Sicher ist zumindest, dass Picander Ausschnitte dieses Textbuchs in die spätere Matthäus-Passion übernahm. Im Bach-Werke-Verzeichnis wird die Unbekannte deswegen bislang als Werk ohne geklärte Zuschreibung aufgeführt. Picanders Libretto ist beeinflusst von der berühmten Passionsdichtung "Der für die Sünde der Welt gemarterte und Sterbende Jesus" des Barthold Heinrich Brockes. Georg Friedrich Händel hat diesen vertont, eine Abschrift fand man in Bachs Bibliothek. Diese scheint ihn zum vorliegenden Passionsoratorium inspiriert zu haben. Da der Bibeltext in einem solchen Werk nicht wörtlich, sondern in eine freie dichterische Form übertragen wird, könnte das Werk das Missfallen des Leipziger Stadtrates erregt haben und so der Textzensur zum Opfer gefallen sein. Der Cembalist und Dirigent Alexander Grychtolik hat sich einer besonderen Herausforderung gestellt: Er hat versucht, das lange vergessenes Passionsoratorium von Johann Sebastian Bach zu rekonstruieren und zu vervollständigen. 2025 wurde das Werk während der Thüringer Bachwochen in der malerischen Stadtkirche Schmalkalden mit dem belgischen Ensemble Il Gardellino aufgeführt und aufgezeichnet. Zwischen den Musikausschnitten erläutern Aleksandra und Alexander Grychtolik die musikgeschichtlichen und theologischen Hintergründe des Werks. Aufzeichnung vom 15. April 2025 in der St.-Georgs-Kirche in Schmalkalden, Deutschland. (Quelle: Arte, übermittelt durch FUNKE Programmzeitschriften)
Alle Infos und in "Bach: Passionsoratorium" auf einen Blick
Thema: Klassikkonzert
Bei: Arte
Mit: Alexander Grychtolik
Produktionsjahr: 2025
Länge: 45 Minuten
In HD: Ja
