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The Riot Club (2014)

Posh

Britisches Drama von Lone Scherfig: Oxford-Neuling Miles ist hocherfreut, dass er in eine elitäre Studentenverbindung aufgenommen wird, fühlt sich jedoch etwas unwohl in seiner Haut, als das traditionelle Club-Dinner in ein wüstes Sauf- und Drogengelage ausartet.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.3 / 5

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Neustudent Miles (Max Irons) hat keine Schwierigkeiten, sich an der altehrwürdigen Universität von Oxford einzuleben. Gleich zu Beginn lernt er die sympathische Lauren (Holliday Grainger) kennen, die aus einer Arbeiterfamilie stammt und den etwas privilegierteren jungen Mann immer wieder in neckische Diskussionen über Schichtzugehörigkeiten verwickelt. Lange dauert es nicht, und die beiden sind ein Paar. Weniger vielversprechend ist der Start in Oxford für den zugeknöpften Alistair (Sam Claflin), der aus reichem Hause kommt und in die großen Fußstapfen seines allseits bekannten Bruders treten muss. Kurz nachdem er an einem Geldautomaten überfallen wird, trifft er auf einige Kommilitonen, die dem elitären Riot Club angehören, einer Studentenverbindung, die Exzess und Lebensgenuss zu ihrem Motto erhoben hat – und das schon vor Jahrhunderten. Da der erlauchte Zirkel gerade zwei neue Mitglieder sucht, dürfen Alistair und Miles den harten Aufnahmeritus absolvieren, meistern ihn mit Bravour und sollen beim alljährlichen Club-Dinner offiziell in die Gemeinschaft eingeführt werden. Wie Miles erkennen muss, nimmt die traditionelle Veranstaltung in einem Landgasthof vor den Toren der Stadt allerdings schnell einen bedenklichen Verlauf.

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The Riot ClubThe Riot Club - Lauren (Holliday Grainger) und Miles...rons)The Riot Club - Lauren (Holliday Grainger) und Miles...lten.The Riot Club - Die Stimmung kippt: Alistair (Sam...olleThe Riot Club - Der traditionsreiche RIOT CLUB bei...nner.The Riot Club - Rachel (Jessica Brown Findlay) und...piel.

FilmkritikKritik anzeigen

Großbritannien und seine Gesellschaftsstruktur scheinen es der dänischen Filmemacherin Lone Scherfig angetan zu haben. Auf ihre letzten Werke "An Education" und "Zwei an einem Tag", die sich bereits mit britischen Themen und Figuren befassten, folgt nun die Adaption des provokanten Theaterstücks "Posh", in dem die Autorin Laura Wade die Dekadenz und den Klüngel der britischen Oberschicht seziert. [...mehr]

Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: Großbritannien
Jahr: 2014
Genre: Drama
Länge: 106 Minuten
Kinostart: 09.10.2014
Regie: Lone Scherfig
Darsteller: Natalie Dormer als Charlie, Sam Claflin als Alistair Ryle, Douglas Booth als Harry Villiers
Verleih: Prokino

ZusatzinformationAlles anzeigen

Die geheime Welt der Dining Societies:
Cambridge, Oxford, kurz einfach "Oxbridge" genannt, sind die Kaderschmieden des Königreichs. Wer dort aufgenommen wird, dem steht die Welt offen. [...mehr] Doch unter den tausenden Studentinnen und Studenten gibt es noch eine viel exklusivere, geheime Welt, über die niemand spricht: Die Dining Societies.
Zum Beispiel der "Bullingdon Club" von 1780 in Oxford. Seine Mitgliederliste ist lang und voller Namen mit Klang: Der britische Premier David Cameron war ebenso dabei wie Schatzkanzler George Osborne und Londons Bürgermeister Boris Johnson. Bei den geheimen Treffen erhoben Männer ihr Glas, die später Macht und Einfluss in England hatten: Abgeordnete, Banker und CEOs, Barone, Lords und Prinzen - und mit Edward VII. und Edward VIII. auch zwei leibhaftige Könige.
Was den Club so berüchtigt macht, sind seine Rituale: Einmal jährlich treffen sich die "Members" zum totalen Exzess: Sie essen und trinken, bis sie nicht mehr können. Sie werden gewalttätig und nehmen das Restaurant komplett auseinander. Am Ende der Nacht holen sie ein dickes Geldbündel raus, denn sie können es sich leisten. In einer Nacht im Mai 1894, so wird berichtet, zerstörten Bullingdon Mitglieder alle Lampen und 468 Fenster des "Peck"-Gebäudes der Christ Church in Oxford. 1927, in einem offensichtlichen Mangel an neuen Ideen, taten sie es erneut. Seitdem dürfen sie sich in einem Umkreis von 15 Meilen von Oxford nicht mehr treffen.
"Die Geheimgesellschaften in Oxford sind so interessant, weil man wissen will, was sich hinter all diesen Turmspitzen und Fenstern aus Buntglas befindet", sagt Lone Scherfig, die Regisseurin von "The Riot Club". Die Dänin zeigt in ihrem neusten Film genau so einen Club. Und die Jungstars Englands, darunter Sam Claflin, Max Irons und Douglas Booth, verkörpern die Clubmitglieder.
Booth berichtet: "Wir haben ehemalige Mitglieder eines solchen Clubs in Oxford getroffen und ihnen das Drehbuch gezeigt. Sie meinten, die Realität sei weit schlimmer als das, was wir uns da ausgedacht haben."
Auf die gut geordnete britische Welt hatte Lone Scherfig bereits in "An Education" einen liebevollen und präzisen Blick geworfen. Kurze Zeit später hatte sie mit der Romanverfilmung "Zwei an einem Tag" einen großen Kinohit auch in Deutschland.

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