VG-Wort
Die Domain Spielfilm.de verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst Du Dich damit einverstanden. Weitere Cookie-Informationen findest Du hier.

Ok, einverstanden!

oder

Kritik: Robinson Crusoe (2016)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Die Animationsfilme aus der Schmiede des belgischen 3D-Pioniers Ben Stassen ("Sammys Abenteuer", "Das magische Haus") entführen das junge Kinopublikum in attraktiv gestaltete Erlebniswelten, die über das gewisse Etwas verfügen. Mal gibt es etwas zu lernen über das Leben der Meeresschildkröten, mal geht es fantasievoll-versponnen zu, aber die Geschichten verstehen es stets, mit ihrer Spannung und ihren lebhaften, glaubwürdigen Charakteren zu fesseln. Nun geht es um eine neue Version der Abenteuer von Robinson Crusoe: Ihr zufolge muss man sich den Mann als gar nicht so einsam auf seiner Insel vorstellen, denn dort leben sieben befreundete Tiere. Neben viel Slapstick gibt es auch rasante Verfolgungsjagden, die von zwei Katzen-Bösewichtern verursacht werden.

Die Figuren wirken sehr präsent und ihr Lebensraum ist so bunt und vielfältig wie die Realität selbst. Der Ara und die anderen tierischen Inselbewohner können miteinander sprechen, aber nicht mit Robinson. Sie fragen sich des öfteren, was der merkwürdige Kerl im Schilde führt, zum Beispiel wenn er wie besessen versucht, eine seiner aufwändigen Holzkonstruktionen vor dem Einsturz zu bewahren. Robinson ist ein gutmütiger, aber auch ungeschickter Mann, der mit vielen Rückschlägen zu kämpfen hat. Der ganze Film ist gespickt mit wunderbaren Actioneinlagen, in denen Missgeschicke eine Kettenreaktion verursachen, sich eine Wasserleitung und die Höhlen auf der Insel in Endlosrutschen verwandeln. Diese witzigen Szenen sind in 3D ein intensiver Genuss. Die Stereoskopie wird so eingesetzt, wie Kinder das mögen, nämlich im Spiel mit Höhen und Tiefen und auch, um Dinge in den Zuschauerraum hineinragen zu lassen. Aber sie überzeugt auch im Unspektakulären, zum Beispiel beim entzückend plastischen Einblick in die Baumhöhle, die der Ara bewohnt.

Die visuelle Gestaltung ist bunt und kindlich, aber dabei weder niedlich, noch platt. Mit den furchterregenden Katzen etabliert der Film sogar einen starken Kontrast zur Beschaulichkeit, die auf der Insel herrscht. Die Hintergründe bieten mit ihrer Landschaft und Robinsons Konstruktionen viele interessante Details und auch die Tiere sind sehr sorgfältig gezeichnet. Das fällt zum Beispiel bei dem geradezu echt wirkenden Gefieder des Aras auf. Ähnlich wie in "Sammys Abenteuer" beeindruckt natürlich auch die Animation des Wassers mit dem glasklaren, zum Greifen nahen Spiel der Wellen. Insgesamt bietet der Film mit der Fülle seiner witzigen Ideen und seiner attraktiven visuellen Gestaltung ein rundes, kindgerechtes Vergnügen.

Fazit: In diesem spannenden und witzigen 3D-Animationsabenteuer kann sich Robinson Crusoe über Langeweile nicht beklagen: Auf der Insel erwartet ihn eine muntere Gruppe tierischer Bewohner, mit der er sich im Kampf gegen gefräßige Invasoren zusammentun muss. Die hohe Qualität der visuellen Gestaltung überzeugt ebenso wie die Fülle der Slapstickideen und Actioneinlagen.





Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.