Die Domain Spielfilm.de verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst Du Dich damit einverstanden. Weitere Cookie-Informationen findest Du hier.

Ok, einverstanden!

oder
Marlon Brando in Endstation Sehnsucht
Marlon Brando in Endstation Sehnsucht
© Warner Brothers

Endstation Sehnsucht (1951)

A Streetcar Named Desire

US-Drama von Elia Kazan aus dem Jahr 1951 mit Vivien Leigh und Marlon Brando.User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse ??? / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben bislang 0 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Dieses Meisterwerk von 1951 wird in der Wahrnehmung so sehr von Marlon Brando überschattet, dass fast ein bisschen in Vergessenheit geraten ist, welch großartiges Wagnis und grandiose Leistung Vivien Leigh hier einging und bietet. Zwölf Jahre nach ihrer Darstellung der Scarlett O'Hara in "Vom Winde verweht" verkörperte die damals gerade mal 37 Jahre alte Aktrice hier die in eine Geisteskrankheit abgleitende, abgehalfterte Blanche DuBois, die bei ihrer Schwester (Kim Hunter) und deren Rüpel-Ehemann (Brando) in einer schäbigen Ecke von New Orleans unterkommt.

1947 war das von Tennessee Williams verfasste Theaterstück "A Streetcar Named Desire" erschienen, das ein Jahr darauf den Pulitzer-Preis für das "Beste Drama" erhielt. Flugs sicherten sich Warner Brothers die Filmrechte und die Mitarbeit von Regisseur Elia Kazan, der das Stück am Broadway mit Brando, Hunter und Karl Malden, die nun auch alle wieder an Bord kamen, inszeniert hatte. Von der Londoner Inszenierung stieß Leigh dazu (in New York hatte Jessica Tandy die Rolle von Blanche gespielt).

Vor dem Film war Vivien Leigh der eigentliche Star, daher erscheint ihr Name auch über dem des damals weniger bekannten Brando, dessen zweiter Film dies war. Der Erfolg des Films änderte dies: Der 27 Jahre alte Darsteller wurde über Nacht zum Superstar des US-Kinos. So jemanden hatten die Zuschauer in der Tat noch nicht auf ihren Leinwänden gesehen: Animalisch, schwitzend, prollig, aggressiv, sexuell aufgeladen, die Dialoge murmelnd statt deklarierend - eine Naturgewalt. Marlon's Leistung gilt als eine der einflussreichsten der Kinogeschichte; der Film selbst ist tief ins kulturelle Bewusstsein der Vereinigten Staaten eingesickert. Anspielungen finden sich zum Beispiel in den "Simpsons" ebenso wie in "Seinfeld".

Das Drama war für zwölf "Oscars" nominiert und gewann derer vier (für Leigh, Hunter, Malden und die "Beste Ausstattung"). Brando unterlag Humphrey Bogart für dessen Leistung in "African Queen".

Ein Zuschauer aus Los Angeles hält "A Streetcar Named Desire" für ein "großartiges Stück Kino, bei dem ein komplexes Drehbuch von Schauspielern auf der Höhe ihrer Schaffenskraft umgesetzt wird. Leigh ist unerträglich zerbrechlich und fragil, während sie bedenklich am Rande des Wahnsinns umhertänzelt. Brando verkörpert eine Art grüblerischer Männlichkeit, von der andere Männer nur träumen können, und schafft eine der unsterblichen Ikonen des Kinos. Von der rauen Jazz-Filmmusik bis hin zum schäbigen Produktionsdesign, das hinter einem verrauchten Grau verschwindet, ist dieser Film ein Meisterstück von Anfang bis Ende. Sexy, brutal und unendlich faszinierend."

Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: USA
Jahr: 1951
Genre: Drama
Länge: 122 Minuten
FSK: 18
Kinostart: 01.12.1951
Regie: Elia Kazan
Darsteller: Marlon Brando, Kim Hunter, Karl Malden
Verleih: Warner Bros.

Verknüpfungen zum FilmAlle anzeigen






Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.