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Mullewapp - Eine schöne Schweinerei
Mullewapp - Eine schöne Schweinerei
© Studiocanal

Kritik: Mullewapp - Eine schöne Schweinerei (2016)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Die tierischen Bewohner von Mullewapp erfreuen nicht nur in den Kinderbüchern von Helme Heine, sondern auch als Fernsehserie ihre jungen Fans. 2009 kam der erste animierte Kinofilm heraus, "Mullewapp – Das große Kinoabenteuer der Freunde", nun folgt unter der Regie von Tony Loeser und Theresa Strozyk der zweite. Darin muss das beliebte rosa Schweinchen Waldemar um seine Geburtstagstorte kämpfen. Mit seinen Freunden Franz von Hahn und Johnny Mauser findet es sich auf einem unfreiwilligen Roadtrip wieder, der Action zu Wasser, in der Luft und auf Schienen verspricht. Sogar ein wenig Gespensterspuk ist inbegriffen, aber die hübsche Geschichte bleibt in Tempo und Tonfall für die Zielgruppe der jüngsten Zuschauer geeignet.

Die Tiere auf dem Bauernhof Mullewapp sind freundlich und arglos, aber nicht dumm. Sie nehmen den angeblich verwundeten Horst von Borst hilfsbereit auf und verköstigen ihn mit Leckereien. Nur die Geburtstagstorte, die ist tabu. Denn erstens darf sie nicht vor dem Geburtstag verspeist werden, und zweitens nur in Anwesenheit des Geburtstagskinds Waldemar selbst. Und das ist mit seinen Freunden Franz von Hahn und Johnny Mauser am Morgen des Fests verschwunden. Horst von Borst und seine drei wilden Kumpane glauben, dass sie Mullewapp mit roher Gewalt einnehmen können, aber die Bauernhof-Gemeinschaft weiß sich mit Witz und Köpfchen zu helfen. Der Zusammenhalt und der unbekümmerte Humor zeigen sich schon darin, wie die drei Freunde Waldemar, Johnny und Franz Fahrrad fahren: Zwei bedienen jeweils eine Pedale, der dritte lenkt. Die sympathische, scheinbare Naivität der Tiere spiegelt sich auch in Dialogen, in denen zum Beispiel Waldemar als "saustark" gelobt wird. Jedes Tier hat seine besonderen Eigenschaften, Stärken und Schwächen – aber den meisten Charme besitzt Dickerchen Waldemar, dessen liebenswerte Art schon in der einfachen, klaren Physiognomie durchscheint.

Unterwegs lernen die drei Freunde unter anderem den coolen Hippie-Biber Benny Blauholz kennen, der ein wenig jugendlichen, zeitgemäßen Slang mit Ausdrücken wie "Alter!" einbringt. Für die 3D-Brille gibt es schöne, aber nicht übertriebene Motive im Flug und auf einer achterbahnähnlichen Fahrt auf Schienen. Dazu erklingt jeweils flotte, gutgelaunte Banjomusik. Trotz der Computeranimation wirken die Figuren und die Hintergründe angenehm kindlich gezeichnet, als wären sie einem Bilderbuch entsprungen. Auch die Dramaturgie wirkt gut austariert mit ihrem Wechsel zwischen turbulenteren Passagen und Palaver-Szenen, Slapstick und Dialogwitz.

Fazit: Der zweite animierte Kinofilm mit Helme Heines Waldemar und seinen tierischen Freunden vom Bauernhof kombiniert putzig-beschaulichen Dialogwitz mit einem abenteuerlichen Roadtrip zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Die Geschichte bietet mit ihrem angenehm naiven Tonfall, der sich auch in der klaren, einfachen Optik spiegelt, mit Slapstick und pfiffigen Einfällen viel zu lachen für die ganz junge Zielgruppe.








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