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Vampirschwestern 3 - Reise nach Transsilvanien
Vampirschwestern 3 - Reise nach Transsilvanien
© Sony Pictures

Kritik: Vampirschwestern 3 - Reise nach Transsilvanien (2016)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Zum Abschluss der beliebten "Vampirschwestern"-Trilogie dürfen die Teenager-Zwillinge Silvania und Daka endlich einmal in die transsilvanische Heimat reisen. Sie müssen sogar, denn die Vampirkönigin Antanasia hat sich ihr Brüderchen geschnappt und die eigenen Eltern benehmen sich unter einem Hypnosezauber wie Kinder. Daka fühlt sich dann im düsteren Vampirschloss ziemlich wohl und hat es gar nicht so eilig, wieder wegzukommen. Wie gerne würde sie so frei und wild wie Antanasia leben! Silvania und ihr tollpatschiger Begleiter Dirk van Kombast kommen nach ihrer beschwerlichen Busreise und einer Wanderung durch den Wald auch irgendwann an. Der Tag der Entscheidung naht, an dem Antanasia dem Baby die Krone des Vergessens aufsetzen will, die ihn zum Vampir machen würde. Was können Daka und Silvania gegen die mächtige Antanasia schon ausrichten?

Die junge Zielgruppe der spaßigen Trilogie erwartet nicht nur ein Wiedersehen mit liebgewonnenen Charakteren, sondern auch ein spannendes Abenteuer, das sich weit über die Grenzen Bindburgs hinauswagt. Diesmal führt nicht mehr Wolfgang Groos, sondern Tim Trachte Regie, aber die atmosphärische Kontinuität bleibt gewahrt. Wenn die beiden Schwestern zum Beispiel transsilvanische Redewendungen benutzen, klingen die nicht nur nach Fantasiesprache, sondern auch ein bisschen Rumänisch. Und auf der Fahrt Silvanias mit Dirk van Kombast im Bus prallen geballte Balkanklischees auf die deutsche Spießigkeit des Vampirjägers. Immer schon hat die Trilogie lustige Bezüge zur Realität gesucht und Milieuunterschiede humorvoll auf die Spitze getrieben.

In Transsilvanien geht es erwartungsgemäß ein wenig gruselig zu, obwohl dieser Eindruck hauptsächlich auf dem Spiel mit Erwartungen beruht. Der nächtliche Wald, eine Höhle, das Schloss mit den Palastwachen, die überlistet werden müssen: All diese Schauplätze beflügeln die Fantasie. À propos Fliegen: Die lange Flugszene Dakas in Richtung Transsilvanien ist ebenso gelungen wie ihr sportlicher Fechtkampf mit Antanasia. Auch andere Actionszenen, in denen mit Spezialeffekten gearbeitet wird, wirken weder peinlich dilettantisch, noch wollen sie mit Hollywood konkurrieren. Sie fügen sich vielmehr natürlich in die sympathische, kindgerechte Originalität der Trilogie ein, in der Daka und Silvania, die jetzt am Schluss beinahe erwachsen sind, den ständigen Clinch zwischen menschlichem Verhalten und vampirischem Anderssein so pfiffig meistern.

Fazit: Mit einer Stippvisite im Land der Vampire findet die spaßige Trilogie nach den Kinderbüchern von Franziska Gehm ihren Abschluss. Die Zwillingsschwestern Daka und Silvania müssen ihr entführtes Brüderchen selbst aus den Fängen der Vampirkönigin befreien, weil ihre Eltern außer Gefecht gesetzt sind. Unterstützt von mild dosiertem, aber stilvollem transsilvanischen Grusel, unprätentiösen Spezialeffekten und dem tollpatschigen Vampirjäger Dirk van Kombast, gerät die Bewährungsprobe der groß gewordenen Mädchen zum lustigen, aufregenden Abenteuer.





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