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Bullyparade - Der Film
Bullyparade - Der Film
© Warner Bros.

Kritik: Bullyparade - Der Film (2017)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Von 1997 bis 2002 lief die Comdey-Show "Bullyparade" sehr erfolgreich im deutschen Fernsehen. Das Gesicht und der Namensgeber der Show – Michael "Bully" Herbig – realisierte von 2001 bis 2007 zudem drei Kinofilme, die auf Figuren der "Bullyparade" basieren: "Der Schuh des Manitu", "(T)Raumschiff Surprise" sowie "Lissi und der wilde Kaiser". Nachdem Fans der Show in den letzten Jahren immer wieder einen neuerlichen Leinwand-Auftritt der Comedians forderten, erklärte Herbig 2015, dass man an einem vierten Kinofilm arbeite. In insgesamt 26 Rollen sind Herbig, Tramitz und Kavanian im Film zu sehen.

20 Jahre "Bullyparade" – das muss gefeiert werden, dachten sich Herbig und Co. und beschenken die alten Fans nun mit ihrem vierten Kinofilm. Die Betonung liegt hier auf "alt", denn der neue Film ist ganz klar an Fans der ersten Stunde gerichtet. Wer schon immer herzlich über das tuckige Gebahren der "(T)Raumschiff"- Crew, die verschwurbelten Wortverdreher der Kastagnetten oder die Wildwest-Abenteuer von Winnetou und Ranger lachen konnte, kommt auch im Kinofilm meist auf seine Kosten.

Der Nostalgie-Faktor ist hoch, und Freunde der TV-Serie werden wehmütig an die große Zeit vor mittlerweile fast zwei Dekaden zurückdenken. Hier haben sie nochmals die Gelegenheit, für rund 100 Minuten ihren Lieblingscharakteren beim Schabernack treiben zuzusehen. Wer mit der Comedy-Show sowie den darauf folgenden, früheren Kinofilmen noch nie etwas anfangen konnte, dem wird wohl auch hier kaum das Lachen abzugewinnen sein. Obwohl klar gesagt werden muss: Herbig und seine beiden Mitstreiter gehen mit derselben Leidenschaft und mindestens ebenso viel Körpereinsatz (der Slapstick-Anteil ist insgesamt recht hoch) zu Werke wie früher. Außerdem dürfen sich die Kinobesucher über viele bekannte Gesichter und illustre Gastauftritte freuen.

Und: Die drei Comedians haben eine regelrecht diebische Freude dabei, allerlei Referenzen an kultige Kino-Klassiker und Popcorn-Blockbuster der letzten Jahre in ihren Film einzubauen, von "Zurück in die Zukunft" bis "The Wolf of Wall Street". Qualitativ bewegen sich dabei die einzelnen Episoden auf nicht immer ähnlichem und schon gar nicht auf gleich hohem Niveau. Dabei sind es ausgerechnet die Episoden um die "Fan-Favoriten" Winnetou sowie das (T)raumschiff Surprise, die Längen aufweisen und einige mit dem Holzhammer servierte Gags beinhalten. Ganz anders die Kurzgeschichten um Lissi sowie die zeitreisenden Kasirske-Brüder. Ihre Geschichten zeichnen sich durch all jenes aus, was die "Bullyparade" einst so legendär machte: treffsichere Pointen, bissiger Wortwitz und herrlich schräge Geschichten voller irrwitziger Ideen.

Fazit: Ein Film für die Fans: Wer schon immer seine Freude an der ursprünglichen Comedy-Show oder den darauf basierenden Kinofilmen wie "Der Schuh des Manitu" hatte, kommt beim neuesten Kinostreich von Herbig und Co. voll auf seine Kosten. Auch wenn die einzelnen Episoden qualitativ schwanken, bietet "Bullyparade" eine Fülle an kauzigen Figuren, bizarren Einfällen und gelungenen Pointen.





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