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Feuer bewahren, nicht Asche anbeten
Feuer bewahren, nicht Asche anbeten
© Real Fiction

Kritik: Feuer bewahren, nicht Asche anbeten (2015)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Dem poetischen, etwas sperrigen Titel zum Trotz erweist sich Annette von Wangenheims filmisches Porträt als sehr zugänglicher und konventioneller Dokumentarfilm. Nach Manier einer typischen TV-Dokumentation gibt die Regisseurin und Drehbuchautorin hier Einblicke in den Beruf sowie das Privatleben des Tanzchoreografen Martin Schläpfer und verlässt sich dabei ganz auf bewährte Mittel: Interviews mit Schläpfer sowie Kollegen und Wegbegleitern verschränken sich mit Szenen von Tanzaufführungen sowie alltäglichen Momentaufnahmen zu einer erhellenden, aber an sich nicht sonderlich aufregenden Mischung.

Man kann diese Machart zwar bemängeln, aber von Wangenheim scheint mit ihr den idealen Rahmen gefunden zu haben, um ihren ungewöhnlichen Protagonisten vorzustellen. Denn sowohl Schläpfer als auch seine große Leidenschaft, das Ballett, dürften wohl eher ein Nischenpublikum ansprechen, "Feuer bewahren, nicht Asche anbeten" richtet sich dennoch an ein breites Publikum. So fällt es auch Laien nicht schwer, sich auf das Sujet einzulassen und in Martin Schläpfers Welt einzutauchen.

Und ein Blick in dessen Kosmos ist nicht nur für Ballettfreunde lohnenswert, entpuppt sich Schläpfer doch rasch als ebenso faszinierender wie bescheidener Mensch mit interessanten, sehr konkreten Ideen und Vorstellungen. Diesen Gedanken zu folgen, die der Schweizer Choreograf mit Präzision in Worte zu fassen versteht, macht den großen Reiz von "Feuer bewahren, nicht Asche anbeten" aus. Zudem bietet der Film die einmalige Möglichkeit Schläpfers Arbeit auf der großen Kinoleinwand zu bewundern.

Fazit: Auf ebenso konventionelle wie zugängliche Weise porträtiert Annette von Wangenheim den Schweizer Choreografen Martin Schläpfer. Der unscheinbare, nicht sonderlich aufregende Dokumentarfilm erweist sich dabei als ideales Medium, um seinen faszinierenden Protagonisten einem breiten Publikum vorzustellen und bietet zudem die einmalige Gelegenheit, dessen Arbeit auf der großen Leinwand zu bewundern.





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