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Kritik: The Inerasable (2015)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5

Mit "The Inerasable" kehrt der japanische Regisseur Yoshihiro Nakamura nach einer Dekade Abwesenheit zum J-Horror-Genre zurück, mit dem er 2005 mit "The Booth" erstmals einem größeren Publikum bekannt geworden war. Mit seinem neuen Werk versucht sich der Filmemacher an einem frischen Ansatz, der das Genre zwar nicht neu erfindet, aber auf interessante Weise variiert. So gleich "The Inerasable" für lange Zeit eher einer klassischen Detektivgeschichte, als einem typischen J-Horror-Film. Im Zentrum der Handlung stehen keine kruden Schockeffekte, sondern die Suche nach den wahren Ursachen diverser beunruhigender Vorkommnisse. Zu diesem Zwecke bedient sich Nakamura eines nüchtern-realistischen Settings, das allerdings für lange Zeit deutlich auf Kosten des Aufbauens der Atmosphäre geht.

Somit gelingt es "The Inerasable" erst ab ungefähr der Mitte eine richtige Gruselstimmung aufkommen zu lassen. Zugleich verliert die Story mit Voranschreiten der Laufzeit an Schwung, da es immer weniger zu wirklichen Neuentwicklungen kommt, sondern eher zu einem "more of the same". Denn nach relativ kurzer Zeit ist im Groben klar, in welche Richtung die Auflösung der Geschichte geht. Ab dem Zeitpunkt erfolgt in "The Inerasable" kaum noch eine wirkliche Vertiefung der Geschichte. Stattdessen wird lediglich nach dem Motto "einen hab ich noch!" ein immer neues Kaninchen aus dem Hut gezaubert. So schlingert die Handlung so vor sich hin, bis die Schriftstellerin irgendwann einfach erklärt, dass sie an dieser Stelle einfach einmal Schluss mit ihren Ermittlungen machen. Dieses unbefriedigende Ende wird auch nicht dadurch besser, dass Nakamura zum Schluss doch noch den groben J-Horror-Hammer schwingt.

Fazit: "The Inerasable" versucht sich an einer Kreuzung von J-Horror und Detektivfilm. Leider klingt das interessanter, als es letztendlich ist. Denn hier geistert auch die Story irgendwann nur noch im erzählerischen Limbus herum.





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